Neue Saison, neues Personal: Bad Schwartau will angreifen - 14 plus vier heißt die Formel von Trainer Torge Greve - Großer Optimismus bei der neuformierten Mannschaft - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Neue Saison, neues Personal: Bad Schwartau will angreifen

14 plus vier heißt die Formel von Trainer Torge Greve - Großer Optimismus bei der neuformierten Mannschaft

Nach sechs Wochen Pause sind Schwartaus Handballer in die neue Saison gestartet. Es ist ihre siebte Zweitliga-Spielzeit, ihre vierte im eingleisigen Unterhaus. Mit 14 Spielern plus vier Talenten aus dem Perspektivkader geht die Mannschaft in das verflixte siebte Jahr. "Die Jungs sind alle in einem ordentlichen Zustand aus dem Urlaub gekommen, keiner hat geschlunzt", war Trainer Torge Greve mit der Fitness seiner Jungs und der ersten von insgesamt sieben Vorbereitungswochen zufrieden. In fünf Einheiten plus einer weiteren am Vormittag ("Mehr geht nicht, da fast alle einen Job haben.") legt er in den nächsten Tagen vor allem viel Wert auf Athletik und Ausdauer.

In mehr als zehn Testspielen, zwei Turnieren und einem Kurztrainingslager im dänischen Lügumkloster will Greve sein Team bis zum ersten Punktspiel am 23. August in der heimischen Hansehalle gegen den TV Neuhausen fit machen. "Der Höhepunkt ist ohne Zweifel das Spiel gegen die russische Nationalmannschaft", sagt Greve: "Auch wenn der Zeitpunkt noch zu früh ist." Denn der dreifache Olympiasieger und Weltmeister sowie aktuelle WM-Teilnehmer 2015 in Katar kommt mit seinem Füchse-Star Konstantin Igropulo bereits Ende Juli nach Schwartau. "Wir werden viele Testspiele in der Region austragen, um die Mannschaft hier zu präsentieren", erklärt der sportliche Leiter, Michael Friedrichs. Den letzten Feinschliff gibt es dann Mitte August in einem Turnier in Rostock gegen die Zweitliga-Konkurrenz des HC Empor und aus Aue sowie den dänischen Erstliga-Dritten Holstebro. Drei Tage vor dem Saisonstart wartet dann Aufsteiger Henstedt-Ulzburg im Schleswig-Holstein-Derby im Pokal als erste Pflichtaufgabe. "Ein gutes Los, ein richtiger Härtetest", ist Greve überzeugt.


Das Saisonziel wird noch festgelegt

Über das Saisonziel will sich der Coach mit seinem Team im Trainingslager in Dänemark verständigen, doch die vier hochkarätigen Neuzugänge, Spielmacher Daniel Pankofer (Erlangen), Keeper Dennis Klockmann (Hildesheim), Rechtsaußen Christoph Wischniewski (Henstedt-Ulzburg) und der Rückraumlinke Oliver Milde (Füchse Berlin), sowie der gute neunte Platz im Vorjahr treiben die Erwartungen in die Höhe.

Auch bei den Fans: Gut 600 Dauerkarten sind bereits im Vorverkauf weg. Und der VfL setzt nach dem gelungenen Experiment im Vorjahr (gegen Rostock kamen gut 2.200 Zuschauer beim Saison-Rekord) vermehrt auf den Freitag als Heimspiel-Tag. Kreisläufer Henning Quade ist sich sicher: "Die Saison wird der Burner. Wir haben uns super verstärkt, das wird ein geiles Projekt, ich hab’ richtig Bock drauf. Mit der Truppe greifen wir an, ich will mindestens Fünfter werden."

Den 14-köpfigen Kader sieht Greve zwar als knapp an, ist aber überzeugt, "dass wir besser besetzt sind als zuletzt. Wir sind in der Breite stärker. Ich werde mehr variieren können, dadurch den einzelnen Spielern mehr Pausen geben können."

Besser soll vor allem das Tempospiel werden. "Wir mussten uns zuletzt jedes Tor hart erarbeiten. Wir werden am Tempogegenstoß, an der zweiten Welle gezielt arbeiten. Wir haben die Leute dafür, um die leichten Tore zu machen", so Greve.