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Vom Aufstieg spricht keiner

Aber geträumt wird in Friesenheim

Nach dem deutlichen 26:17-Sieg gegen den Liga-Spitzenreiter HC Erlangen und dem 26:26 beim TV Bittenfeld blicken die Fans der TSG Ludwigshafen-Friesenheim äußerst zuversichtlich auf die nächsten Spiele und hoffen auf den erneuten Aufstieg in das Handball-Oberhaus. Noch aber ist die Mannschaft nicht soweit. Das Wort Aufstieg ist aber noch tabu. "Wir sind gut beraten, wenn wir von Spiel zu Spiel denken", bringt es Kapitän Philipp Grimm auf den Punkt. Und Trainer Thomas König ist sich auch nicht zu schade, immer wieder darauf hinzuweisen, wie eng es in der Liga zugeht. Vom dritten Aufstiegsplatz bis zum siebten Rang sind es gerade mal drei Punkte. Es ist Geduld bis zum Saisonende gefragt.

Dennoch laufen bei der TSG Friesenheim bereits die Planungen für die kommende Saison. Unabhängig von der ersten oder einer weiteren Saison in der zweiten Liga. Erst setzte Thomas König mit seiner Vertragsverlängerung um eine weitere Spielzeit ein deutliches Zeichen zur Fortsetzung seiner Mission in der Chemiestadt. Und dies auch zum richtigen Zeitpunkt: Nur wenige Tage vor dem Spitzenspiel gegen die HC Erlangen war dies ein klarer Vertrauensbeweis an die Mannschaft, den diese mit einer grandiosen zweiten Hälfte belohnt hatte. Es folgten weitere klare Botschaften für die Zukunft. Andrej Kogut, der Stratege im Rückraum, gab ebenfalls seine Zusage, künftig das Trikot der Rothemden tragen zu wollen. Davor hatte Erik Schmidt, der nach dem wochenlangen Ausfall von Kreisläufer Christian Klimek seine Klasse eindrucksvoll bewies, sein Bleiben verkündet. Dagegen wird Klimek, der aus der Jugend der TSG den Sprung in den Zweitliga-Kader geschafft hatte, den Verein in Richtung TuS N-Lübbeke verlassen.

Derzeit befindet sich die Spielbetriebs-GmbH weiterhin in den Planungen für die nächste Spielzeit, da noch einige Verträge zum Saisonende auslaufen werden. So ist die Zukunft von Jan Claussen, Maximilian Kraushaar und Niklas Schwenzer noch nicht abschließend geklärt. Dennoch konnten die Eulen erste externe Verpflichtung in diesen Tagen verkünden: Nico Büdel, 24 Jahre alter Rückraumspieler wechselt vom TV 1893 Neuhausen zum Liga-Konkurrenten in die Pfalz. Auch der Jugend gibt die TSG eine Chance. Nationalspieler Dominik Claus (18), der in den letzten Wochen schon im Kader stand, erhielt ebenfalls einen Vertrag für die nächste Spielzeit und soll zusätzlich auch Spielpraxis beim Drittligisten TV Hochdorf erhalten. Ein Modell, das sich bisher bewährt hat. Auch deswegen, weil mit Benny Matschke der langjährige Kapitän der TSG Friesenheim regelmäßig den Schulterschluss praktiziert und als Spielertrainer die jüngeren Spieler an das höhere Leistungsniveau heranführt. Niklas Schwenzer, Jan Claussen und Christopher Klee erhalten so noch mehr Spielpraxis, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.