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ASV cleverer und abgeklärter

Nach 60 Minuten Handball im Nordhorner Euregium wusste ASV-Trainer Kay Rothenpieler, wofür er tagtäglich mit seinen Handballern schweißtreibend trainiert. Nicht nur der verdiente, aber zu hoch ausgefallene 33:26-Sieg gegen die gastgebende HSG stimmte ihn zufrieden, sondern auch die Rahmenbedingungen in der Halle. Angesichts der stimmungsvollen Kulisse mit gut 2600 Zuschauern (davon mehr als 100 aus Hamm) strahlte der Coach: "Für solche Highlight-Spiele macht sich die Arbeit in der Woche bezahlt."

Der Tabellenführer spielte gut, war aber angesichts einiger Schwächen im Angriff vor allem in der ersten Halbzeit keineswegs unschlagbar. Dass die Nordhorner von Beginn an stets einem knappen Rückstand von maximal drei Toren hinterherliefen, mussten sie sich selbst zuschreiben: Im Angriff spielte die HSG zwar gefällig, vergab aber eine Vielzahl hochkarätiger Chancen. "Wir haben frei und ohne Gegnerkontakt viel zu viele Bälle verworfen. Besonders krass wurde es in der Schlussphase: Drei Tore in 15 Minuten reichen gegen Hamm natürlich nicht", ärgerte sich HSG-Trainer Heiner Bültmann. Der ASV zog ab der 43. Minute von 22:21 über 27:23 auf 33:26 davon. "Wir waren cleverer und abgeklärter", freute sich Rothenpieler, "wir wussten, dass das Spiel in den letzten zehn Minuten entschieden wird und waren geduldig genug." Hamm