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2. Bundesliga Nord

ASV Hamm feiert Aufstieg: «Das ist ein Traum»

Ovationen, Bierduschen und ein bewegender Abschied - die Handballer der ASV Hamm haben bis tief in die Nacht den Aufstieg in die Bundesliga gefeiert. Nach dem 29:24 (12:7) über den SV Post Schwerin startete in der brodelnden «Maxipark-Arena» der Partymarathon.

Vor allem dem Erfolgscoach Kay Rothenpieler ging der Jubel der 2800 fast komplett in Rot gekleideten Fans nahe: «Als ich vor neun Jahren angefangen habe, waren wir im Mittelfeld der Oberliga, haben in der Steinhalle vor einer ausgezogenen Tribüne gespielt. Jetzt steigen wir vor fast 3000 Zuschauern in die stärkste Liga der Welt auf. Das ist ein Traum.»

Mit dem in keiner Phase gefährdeten Heimsieg über den Tabellendritten aus Schwerin sicherten sich die Westfalen am zweitletzten Spieltag die Meisterschaft in der Nordstaffel der 2. Bundesliga. Damit wird das Wiederholungsspiel gegen Verfolger TV Emsdetten hinfällig. Bei nur noch einem ausstehenden Saisonspiel und einem Vorsprung von drei Punkten auf Emsdetten ist dem ASV der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Ähnlich euphorisch wie der Coach ließ Geschäftsführer Franz Dressel die Saison Revue passieren: «Alles was in den letzten neun Jahre hier passiert ist, war kein Zufall. Der Aufstieg in die stärkste Liga der Welt ist die Krönung.»

Längst sind die Planungen für die kommende Saison in vollem Gange. Um die Konkurrenzfähigkeit in der höchsten Spielklasse zu erhöhen, tritt das Team von nun an als HSG Ahlen-Hamm an. Schon vor Monaten hatten die Ligakonkurrenten ASV Hamm und Ahlener SG nach langen Verhandlungen eine Zweckehe geschlossen. «Für uns kann es nur darum gehen, die Klasse zu halten. Der Etat liegt da, wo wir auch sportlich stehen, ganz unten in der Liga», sagte Dressel.

Auf die Dienste von Rothenpieler kann der Aufsteiger dann allerdings nicht mehr zählen. Schon vor der Partie wurde der Coach in einer bewegenden Szene verabschiedet. Bei abgedunkelter Halle drehte er eine Ehrenrunde durch die Halle - begleitet vom Spotlight und den Ovationen der Fans. «Das ging mir richtig nahe», bekannte Rothenpieler. Bei allen Emotionen ließ er sich jedoch nicht dazu verleiten, das Rätsel über seine sportliche Zukunft zu lüften. Noch immer ist offen, wohin es ihn in der kommenden Saison zieht.

Gelassen konnte der Coach mitansehen, wie sein Team das Werk vollendete. Wann immer es eng wurde, war Rückraumschütze Chen Pomeranz zur Stelle, der mit neun Treffern den verdienten Sieg über Schwerin sicherstellte. Die anschließende Party ging am Sonntag weiter. Auf dem Marktplatz von Hamm wurden die Aufsteiger erneut stürmisch gefeiert. Erst nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt kehrte etwas Ruhe ein.

KOMMENTARE

Edwardreasp, 27.02.17, 00:51 Uhr
Von der frühen Kindheit unterschied ich mich von den Gleichaltrigen durch das Äußere Sie war nicht ganz solche wie bei mehr »
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