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Bereit für das Gipfeltreffen

Der verbale Kniefall kam vom Gäste-Trainer. "Wir waren in allen Mannschaftsteilen unterlegen. Kann Schwartau dieses Niveau halten, spielen sie um den Aufstieg mit. GWD wird das nicht mit links erledigen", erklärte Gerald Oberbeck. Der erste Heimsieg im dritten Anlauf gegen den Angstgegner, 50 Minuten toller Handball - der VfL ist bereit für das Gipfeltreffen am Sonnabend. Jan Schult kann es noch immer nicht fassen: "Ein Traum. Wir fahren als Tabellenzweiter nach Minden. Irre. Damit hat bei uns keiner gerechnet."

50 Minuten lang zeigte Schwartau ein Fest der Spielfreude - im Angriff druckvoll, konsequent, mit einem brillanten Regisseur Hinrichsen und einem kaum zu bändigenden Schult. Auch die 3:2:1-Deckung stand. Der VfL zog so nach einem Stotterstart (4:5/10.) von 8:5 (14.) auf 26:19 (50.) weg. Doch Hildesheims Einstellung und Einsatz stimmte, die Spieler kämpften und nutzten ein plötzliches VfL-Tief für schnelle Tore (Jahns, Ouist, Ivakno). Beim 24:28 (56.) waren sie wieder auf Tuchfühlung. Schwartau wankte, doch als Ivakno frei verwarf und Podpolinski zum 29:24 traf, war die Entscheidung gefallen. Mitentscheidend war vielleicht die Fehlerquote der Hildesheimer, die auch im zweiten Durchgang nicht merklich gesenkt wurde, weshalb es letztlich nicht reichte, das Spiel noch zu wenden. Das freute nicht nur Schwartaus Bürgermeister Gerd Schuberth, der einen VFL-Sieg getippt hatte.