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Brustmann fehlt lange

Es ist ein sportlicher GAU, also der größte anzunehmende Unfall für die DJK Rimpar Wölfe: Ihre Nummer eins im Tor, Max Brustmann, fällt bis zu drei Monate aus. Der 31-Jährige, den die Aufsteiger gerne ihre "Lebensversicherung" nennen, zog sich im ersten Dezember-Spiel in Aue einen Mittelhandbruch zu. Eine Hiobsbotschaft nach dem "Freudenmonat" November mit sechs Punkten aus vier Partien.

Brustmann hatte bis dahin eine überragende Saison gespielt, mit durchschnittlich 41 Prozent gehaltenen Bällen aus dem Feld und 35 Prozent vom "Punkt". Wie unentbehrlich er für die Wölfe ist, zeigte sich bereits bei der 18:33-Klatsche gegen Friesenheim. "Natürlich ist das ein massiver Ausfall für uns", sagte Trainer Jens Bürkle und machte sich umgehend auf die Suche nach Ersatz - auch, um der erst 21 Jahre alten Nummer zwei, Markus Leikauf, den Rücken zu stärken.

Am Sonntag ließ er verlauten: "Wir sind drauf und dran, einen Torwart nachzuverpflichten." Einen Namen wollte er noch nicht nennen, allerdings darf man davon ausgehen, dass die Rimparer ihrer Philosophie, mit leistungshungrigen Akteuren zu arbeiten, treu bleiben: "Unser Mannschaftsgebilde werden wir für nichts und niemanden aufs Spiel setzen", stellte Bürkle klar.

Der Coach hofft, dass der Ausfall Brustmanns gerade im Derby gegen Großwallstadt ungeahnte Kräfte in seinem Team freisetzt, das sich zuletzt auf einem guten Weg befand. "Wir haben aus unseren Fehlern der ersten Wochen gelernt", nannte Bürkle als Grund für die November-Erfolge. "In diesen Spielen haben wir es geschafft, unser Niveau über einen langen Zeitraum zu halten."

Auch in puncto Technik, Taktik und Kondition habe sein Team zugelegt. Bürkle meint: "Wenn wir demütig und kritikfähig bleiben, haben wir eine Chance, unsere hoffnungsvolle Entwicklung beizubehalten." Vielleicht hilft dabei in den letzten beiden Spielen des Jahres auch ein neuer Mann im Tor.