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Neustart missglückt

DHC Rheinland stellt Insolvenzantrag

Der Zweitligist DHC Rheinland hat wegen finanzieller Schwierigkeiten seinen Lizenzantrag für die kommende Spielzeit zurückgezogen und steht als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Parallel dazu hat DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt.

Nach Informationen der NGZ-Online fehlt dem Zweitligisten ein niedriger sechsstelliger Betrag. „Als Mitgesellschafter kann und will ich die finanzielle Situation - wie in der Vergangenheit - nicht weiter privat auffangen“, ließ Lieven auf der Homepage des DHC mitteilen.

Der Spielbetrieb soll vorerst weiterlaufen. Mit dem feststehenden Abstieg in die Dritte Liga platzt auch der geplante Zusammenschluss mit der HSG Düsseldorf. Auch der Ligakonkurrent hatte Insolvenz angemeldet, als Spielgemeinschaft Dormagen-Düsseldorfer Handballclub Rheinland (DDHC) wollten beide Teams in der kommenden Saison an den Start gehen. Es ist nicht das erste Mal, dass der DHC mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Bereits im letzten Jahr musste der Club aus Dormagen aus der Bundesliga zwangsabsteigen. Die Lizenz für die laufende Spielzeit hatten die Rheinländer vor dem Schiedsgericht erstritten.

Rechtsanwalt Georg F. Kreplin von der überregional tätigen Anwaltskanzlei Kreplin & Partner wurde vom Amtsgericht Düsseldorf zum vorläufigen Insolvenzverwalter der DHC Rheinland GmbH & Co. KG bestellt.
In einem ersten Gespräch mit DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven verschaffte sich Kanzlei-Vertreter Rechtsanwalt Stephan Kunz bereits am Donnerstagabend (8. März) einen Überblick über die finanzielle Situation der Gesellschaft. Die Kanzlei verfolgt das Ziel, den Spielbetrieb bis Saisonende fortzuführen. Eine abschließende Entscheidung kann aber erst nach Prüfung sämtlicher Unterlagen und Rahmenbedingungen getroffen werden. "Wir hoffen, dass die Fans trotz des nicht mehr zu verhindernden Zwangsabstiegs der Mannschaft die Treue halten und die Saison mit erhobenem Haupt zu Ende gebracht werden kann", sagt Rechtsanwalt Stephan Kunz.

Das Spiel bei TUSEM Essen findet am Sonntag, 11. März, um 17 Uhr statt, das nächste Heimspiel gegen HCE Rostock am Freitag, 16. März, 19.45 Uhr, im TSV Sportcenter.