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Optimismus in Dormagen

Die Rheinländer melden sich zurück in Liga zwei und wollen für Furore sorgen

Der TSV Bayer Dormagen gehört wieder zum elitären Kreis der Handball-Bundesliga. Der Meister der 3. Liga West strebt nach dem Aufstieg freilich keine höheren Ziele an und weiß um die Schwere der Aufgabe in der zweiten Bundesliga. "Für unseren jungen Kader wird das natürlich nicht leicht", sagt Trainer Jörg Bohrmann. "Doch wir stellen uns der Herausforderung und freuen uns auf die Spiele."

Dabei wollen die Rheinländer an ihrer bewährten Spielweise festhalten. Die wird vom Verein als "intelligent und variabel" eingestuft, gepaart mit einem "hohen kämpferischen Engagement." Bei der Suche nach einem neuen Marken-Beinamen wie ihn die Eulen in Friesenheim tragen oder die Recken in Hannover fiel die Wahl schnell auf den Wiesel. "Die Charaktereigenschaften des Wiesels entsprechen unserer Projektphilosophie", sagt Björn Barthel, Geschäftsführer der neu gegründeten GmbH.

Die erste Vorbereitungsphase auf das Abenteuer zweite Liga hat die Mannschaft bereits hinter sich. "Die Spieler haben zweieinhalb Wochen professionell trainiert", ist Bohrmann zufrieden mit dem Einsatz. Auch wenn jetzt offiziell Pause eingelegt wurde, so erwartet der Coach bis zum Wiedertreffen am 21. Juli das Umsetzen der mit nach Hause genommenen Trainingspläne. Die hat im Wesentlichen Dennis Marquardt erarbeitet, der neben seinem Engagement auf dem Spielfeld ab sofort auch als Athletiktrainer des Zweitligisten tätig ist. Erste Spielpraxis wartet vom 24.-27. Juli auf den TSV, der ein Trainingslager in Würzburg durchführt. Zum Programm gehört dann auch die Teilnahme am 5. Rimpar-Cup (Mainfrankenbahn-Cup) am Samstag, 26. Juli. Bohrmann: "Das Turnier ist stark besetzt und bereits ein echter Härtetest." In Rimpar sind die Zweitliga-Rivalen TV 1893 Neuhausen, Mitaufsteiger Baunatal und die Gastgeber ebenso mit dabei wie LVB Leipzig und TuS Fürstenfeldbrück aus der 3. Liga. Auf der Rückfahrt macht der TSV am 27. Juli einen Halt in Wiesbaden und spielt dann bei der Eintracht.

Geplant sind auch Testspiele gegen Ferndorf (30. Juli), in Krefeld (2. August) und gegen den Bergischen HC (eventuell am 13. August). Darüber hinaus geht es bei zwei Turnieren um Pokale: Vom 8.-10. August wird der Select-Cup in Dormagen, Neuss und Gummersbach ausgetragen. Und am 17. August nimmt das Bayer-Team an einem Turnier im belgischen Hasselt teil. Der Select-Cup firmierte im letzten Jahr noch unter der Bezeichnung Derbystar-Cup, der damals nur in Dormagen ausgetragen wurde. Nun ist die Besetzung noch hochkarätiger: Neben Bundesligist VfL Gummersbach sind auch die aktuellen Meister aus den Niederlanden (Targos Bevo HC) und Österreich (Alpla HC Hard) dabei. Außerdem machen der TV Großwallstadt, die HSG Nordhorn-Lingen sowie die beiden Drittligisten TuS Ferndorf und Neusser HV mit. Während die Gruppenspiele am Freitag und Samstag in Dormagen und Neuss ausgetragen werden, finden die Finalspiele in der Schwalbe-Arena Gummersbach statt.

Nordhorn wird ein paar Tage später noch einmal nach Dormagen reisen: Am Mittwoch, 20. August, findet im TSV Sportcenter das Pokalspiel der ersten Runde zwischen den beiden befreundeten Teams statt. "Das ist ein attraktives Los und ein erster Gradmesser", vermutet Jörg Bohrmann. Für ihn ist Nordhorn ein Mitfavorit auf den Aufstieg in die DKB-Bundesliga

Die Meisterschaftssaison beginnt der TSV dann wiederum mit einem Heimspiel: Gegner am Sonntag, 24. August, ist ab 15 Uhr die DJK Rimpar. Der Auftakt soll mit einem Familienfest am Dormagener Höhenberg verbunden werden.