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SG Leutershausen

Dissinger: Über Leutershausen zurück aufs Parkett

Dass das Leben als Handball-Profi kein Wunschkonzert ist, musste Christian Dissinger schmerzhaft am eigenen Leib erleben. Der 21-Jährige, der lange Zeit als das größte deutsche Rückraum-Talent galt, hatte kaum seinen Wechsel von den Kadetten Schaffhausen in der Schweiz zu Atletico Madrid bekannt gegeben, da verletzte er sich erneut schwer am Knie. Als der spanische Spitzenclub dann seine Mannschaft aus finanziellen Gründen aus allen Wettbewerben abmeldete, stand der Juniorenweltmeister von 2011 (damals wurde Dissinger auch als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet) auf der Straße, doch nun macht er einen ersten Schritt zurück in Richtung Handballparkett.


Wie der Nationalspieler auf seiner Facebook-Seite verkündete, wird er sich ab sofort beim Zweitligisten SG Leutershausen fit halten. Allerdings könne er erst in vier bis sechs Wochen „an ein normales Training denken“.


Einen neuen Verein gibt es hingegen nach wie vor noch nicht. „Vertraglich gibt es noch nichts Neues. Ich bin mit interessanten Clubs in Gesprächen und denke, dass ich erst Ende Oktober beziehungsweise Anfang November eine Entscheidung treffen werde“, teilte der 2,02-Meter-Mann via Facebook mit. Mit einem Smiley beendete Dissinger den Satz: „Danke SGL, dass ich bei euch trainieren darf.“
Der Kontakt nach Leutershausen war sehr schnell geknüpft. Christian Duissinger: „Ich mache in der Nähe meine Reha und da lag es eben gleich auf dem Weg sich mit der SGL zusammenzusetzen. Außerdem kenne ich einige der Spieler wie Niklas Ruß, Jan Forstbauer und Jochen Geppert von der Weltmeisterschaft der Junioren.“

Dass aus dem gemeinsamen Training mit den „Roten Teufeln“ mehr werden könnte, daran mag Leutershausens Manager Uli Roth nicht glauben: „Nein, das ist kein Thema. Christian ist ganz klar ein Erstligaspieler mit internationalen Niveau und hat eine tolle Champions-League-Saison gespielt. Natürlich würde ich mich freuen, wenn er das eine oder andere Spiel für uns bestreiten würde, aber das steht zurzeit nicht zur Debatte. Christian wird einen neuen Verein finden und wir freuen uns dann, dass wir dem Jungen geholfen haben wieder Wettkampfhärte zu erlangen.“
Auch für die SGL-Trainer Holger Löhr und Marc Nagel war es kein Problem, den neuen Trainingsgast aufzunehmen. „Sobald Christian ins Mannschaftstraining einsteigt, wird er nochmal eine unglaubliche Qualität ins Training bringen“. ist sich Roth sicher.