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Der Senkrechtstarter

DJK Rimpar: Der 21 Jahre alte Steffen Kaufmann ist bester Torschütze der Wölfe

Enge Freunde nennen ihn Willi. "Mein Großwallstädter Jugendtrainer Peter David hat mir den Spitznamen verpasst. Mein Name war ihm wohl zu lang", sagt Steffen Kaufmann und grinst vielsagend. Ungefragt schiebt er hinterher: "Ich glaube aber nicht, dass das was mit dem Willi aus 'Biene Maja' zu tun hat."

Offensichtlich. Denn der rechte Rückraum der DJK Rimpar Wölfe ist das Gegenteil des pummeligen, trantütigen Bienenjungen. Steffen Kaufmann ist athletisch und agil, vor allem aber ist er torhungrig. Damit hat er sich bereits in seiner ersten Zweitliga-Saison einen Namen gemacht und in den Top-Ten der Torschützenliste etabliert. "Ich hätte nicht gedacht, dass es gleich so gut läuft", sagt der 21-Jährige. "Es tut gut zu wissen, dass ich in der Liga mithalten kann."

Mehr als fünf Treffer erzielt der Linkshänder im Schnitt pro Partie, dennoch betont er: "Wer die Tore wirft, ist egal. Was zählt, ist der Mannschaftserfolg." Dass er dazu einen großen Teil beiträgt, das freilich freut ihn.

"Steffen ist einer unserer Hauptleistungsträger ", lobt ihn sein Trainer Jens Bürkle. "Und er ist eine gute Seele, wichtig für das Team auf und neben dem Feld."

Wie wichtig der gebürtige Lörracher für die Wölfe ist, das zeigte vor allem die Niederlage in Bietigheim. Da erwischte Kaufmann seinen ersten richtig schwarzen Tag in dieser Saison, mühte sich zu einem Tor und war "frustriert". Doch gerade nach Schwächen hadert er heftig mit sich, weiß Bürkle - "und gibt im nächsten Spiel die passende Antwort". Gegen Altenholz waren das neun, in Leipzig sechs Treffer.


Eine kluge Verpflichtung

Keine Frage: Steffen Kaufmann war eine kluge Verpflichtung des Aufsteigers. Der 1,83-Meter-Mann, der 2013 vom TV Großwallstadt kam, wo er zur ersten Generation des Handball-Leistungszentrums gehörte (mit Zweitspielrecht für Kirchzell), verstärkt die DJK nicht nur als Werfer mit gutem Auge für die Situation und platziertem Schuss. Er bringt seine Kraft auch im Eins gegen Eins ein und kann ein Spiel antizipieren. Seinen Wechsel nach Rimpar nennt er "das Beste, was mir passieren konnte. Dort habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen."

Geblieben aus der TVG-Zeit sind ihm Freunde, die ihn Willi nennen, und sein Vorbild, Steffen Weinhold. "Von ihm habe ich mir in unserem gemeinsamem Jahr viel abgeschaut."

Kurios: Sein Ex-Verein ist nun sein Lieblingsgegner: "Ich freue mich schon jetzt auf das Rückspiel in Rimpar", sagt Steffen Kaufmann. Am 10. Mai will es Willi erst recht mit den Wölfen wissen.