Bloß nicht noch mehr Ausfälle - Dormagen setzt auf die Arbeit der medizinischen Abteilung - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Bloß nicht noch mehr Ausfälle

Dormagen setzt auf die Arbeit der medizinischen Abteilung

Dieses Spitzenspiel zwischen dem TSV Bayer Dormagen und dem Wilhelmshavener HV hatte kaum jemand auf der Rechnung. Die 1.391 Zuschauer erlebten eine packende Begegnung auf einem guten Niveau. Nach dem 24:26, der ersten Dormagener Niederlage dieser Spielzeit, sprach die HW mit TSV-Trainer Jörg Bohrmann.

%_helveticafett_%Herr Bohrmann, empfinden Sie die Niederlage gegen Aufsteiger Wilhelmshaven nach den beiden Siegen gegen Ferndorf und in Bietigheim als Rückschlag?%__helveticafett_% Jörg Bohrmann: Von einem Rückschlag spreche ich nicht, schließlich ist Wilhelmshaven für mich der stärkste von vier guten Aufsteigern. Wir wussten, dass dieses Spiel ein Kampfspiel um jeden Zentimeter werden würde. Klar, schöner wäre gewesen, wenn wir die zwei Punkte behalten hätten. Aber leider haben wir den Sack nach unserer 20:18-Führung nicht zugemacht. Wir haben vier Punkte aus drei Spielen geholt. Darüber freuen wir uns und arbeiten weiter akribisch daran, möglichst schnell viele Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu holen.

%_helveticafett_%Die personellen Voraussetzungen sind dabei nicht gerade hilfreich.%__helveticafett_% Es ist natürlich bitter, dass wir noch vor dem Saisonstart solche Ausfälle verkraften müssen. Mit Max Bettin (Fingerbruch; d. Red.) fehlt weiterhin unser erfolgreichster Werfer der vergangenen Saison. Und Pascal Noll hatte gerade einen hervorragenden Lauf, als er sich verletzte. Mikk Pinnonen ist gerade erst wieder ins Training eingestiegen. Ich weiß noch nicht, was uns nach dem Spiel gegen Wilhelmshaven erwartet. Dennis Marquardt klagte erneut über Schulterschmerzen und auch Sebastian Damm musste unglaublich auf die Zähne beißen, um durchhalten zu können. Einen weiteren Ausfall können wir derzeit nur schwer verkraften.

%_helveticafett_%Aber es gibt immer wieder Spieler, die einspringen, wie jetzt Sebastian Linnemannstöns aus der zweiten Mannschaft.%__helveticafett_% "Linne" hatte seine Sache gegen Wilhelmshaven hervorragend gemacht. Regelmäßig steht er uns leider nicht zur Verfügung. Natürlich ist es für uns als Ausbildungsverein wesentlich, die jungen Spieler hochzuziehen. Doch gerade der Nachwuchs muss behutsam integriert werden.

%_helveticafett_%Sie sprechen selber von einem Mini-Kader. Soll er denn noch ergänzt werden?%__helveticafett_% Wir haben ja vor der Saison gesagt, dass wir nach dem Karriereende von Tobias Plaz einen weiteren Linkshänder neben Jo Gerrit Genz benötigen. Doch noch hat sich niemand gefunden, der unter den gegebenen Rahmenbedingungen ins Team passt.

%_helveticafett_%Also wird der TSV weiter mit einer schmalen Auswahl antreten?%__helveticafett_% Das sieht so aus. Die medizinische Abteilung arbeitet hervorragend, aber zaubern kann da auch niemand.