Plakativer Weckruf in der Kabine verfehlt Wirkung nicht - EHV Aue beendete gegen Hüttenberg seine Negativserie - Manager Jurke sieht Team besser aufgestellt als in der Vorsaison - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Plakativer Weckruf in der Kabine verfehlt Wirkung nicht

EHV Aue beendete gegen Hüttenberg seine Negativserie - Manager Jurke sieht Team besser aufgestellt als in der Vorsaison

Die Zweitliga-Handballer des EHV Aue haben den Weckruf von Manager Rüdiger Jurke nicht überhört - oder besser gesagt: Nicht übersehen. Als die Spieler von Trainer Runar Sigtryggsson vor der wichtigen Heimpartie gegen den TV Hüttenberg die Kabine betraten, hing an einem Garderoben-Haken ein großer Wecker. Darüber war auf einem Plakat in dicken Lettern zu lesen: AUFWACHEN.

"Das war meine Idee. Nach den Niederlagen zum Saisonstart in Erlangen, gegen Rostock und in Hamm musste gegen Hüttenberg etwas passieren", sagte Jurke. Und es passierte etwas: Anders als in den ersten drei Spielen präsentierten sich die Sigtryggsson-Schützlinge von Anfang an hellwach. Der Lohn war ein locker herausgespielter 30:18-Sieg gegen den ehemaligen Bundesligisten und der Sprung auf Tabellenplatz 15.

"Ein Grund für die Niederlagenserie zum Saisonstart war die Tatsache, dass wir in allen drei Begegnungen die Anfangsphase verschlafen hatten und immer erst zu spät aufwachten", erklärte Chefcoach Sigtryggsson rückblickend. Hinzu kam, dass der EHV in der Vorbereitung mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen hatte und noch nicht eingespielt wirkte. "Wir mussten nach dem personellen Umbruch in der Sommerpause mit Torhüter Radek Musil, Linksaußen Marvin Sommer, Rückraumspieler Arni Thor Sigtryggsson und Abwehrchef Bjarki Mar Gunnarsson immerhin vier Neuzugänge auf wichtigen Positionen integrieren. Es braucht Zeit, ehe da alle Mechanismen greifen", ergänzte Manager Jurke.

Und: Natürlich fehlten zunächst auch die einfachen Tore von Dener Jannimaa aus dem Rückraum. "Aber das haben wir gewusst und in der Sommerpause bei der Zusammenstellung des Kaders gezielt darauf geachtet, dass wir in dieser Serie nicht mehr nur von einem einzelnen Spieler abhängig sind", so der Manager. In der Vorsaison war der Este Jaanimaa, der inzwischen in der Bundesliga für Aufsteiger ThSV Eisenach spielt, mit 199 Feldtoren oftmals zum Alleinunterhalter im EHV-Team avanciert.

Sigtryggsson und Jurke sind sich einig: "In der Breite sind wir in dieser Spielzeit sogar besser aufgestellt als im vergangenen Jahr." In den nächsten Wochen wollen und müssen die EHV-Recken dafür auf dem Parkett den Beweis antreten.