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HSV Hannover

Ein Trainer-Duo hat das Sagen

Unbekannt ist das Duo in Hannover somit keinesfalls. So trainierte Lux den HSV (damals noch unter TSV Anderten) schon einmal in der Ober- und Regionalliga und war Thienel 15 Jahre Chefcoach der A-Jugend. "Wir haben zusammen die A-Lizenz gemacht und wenn man die hat, will man irgendwann auch auf höherklassigem Niveau trainieren. Diese Möglichkeit hat uns der HSV nun gegeben. Außerdem dachten wir, es wäre nach 14 Jahren mal wieder an der Zeit, gemeinsam im Handball zu arbeiten", berichtet der 39-jährige Alfred Thienel, der mit Stephan Lux nicht nur privat gut befreundet ist, sondern mit dem 40-Jährigen auch zum Lehrerkollegium der KGS Schwarmstedt gehört. "Wir haben eine ähnliche Auffassung vom Handball, sprechen die Einheiten untereinander ab und teilen uns die Aufgaben. Wir werden uns gut ergänzen", ist Thienel überzeugt, der früher selbst beim TSV Anderten als Torwart aktiv war und somit ein "Kind des Vereins" ist. Nahezu täglich bittet das Gespann die Spieler in der Vorbereitung zum Training, Testspiele runden das Programm ab und in einem Trainingslager im westfälischen Schlangen wird es den Feinschliff geben.

Der allgemeinen Wirtschaftskrise mussten auch die Niedersachsen Tribut zollen und den Etat etwas herunterschrauben. Dennoch gelang es, die Abgänge von Erik Huizing, Maciek Tluczynski, Alexandras Getautas und Niklas Kupfer zu kompensieren. Tluczynski hatte zwar noch einen bis zum 30. Juni 2010 laufenden Vertrag, doch kam man dem Wunsch des Polen nach einer vorzeitige Vertragsauflösung nach, da ihm ein lukratives Angebot vom österreichischen Vizemeister Alpla HC Hard vorlag, der von seinem Vater Zbigniew "Binjo" Tluczynski trainiert wird. "Mit Eryk Kaluzinski haben wir da aber mehr als gleichwertigen Ersatz gefunden, auch wenn Eryk ein etwas anderer Spielertyp ist", so Thienel.

Menschlich enttäuscht ist der Trainer von Niklas Kupfer: "Wir waren mit ihm eigentlich einig, dann teilte er mit, dass er nach seinem Patellasehnenriss Abschied vom Leistungssport nehmen müsse, um dann anscheinend gesundheitlich völlig genesen beim SC Magdeburg II anzuheuern."

Aber auch hier wurde der HSV Hannover schnell vor der eigenen Haustür fündig und verpflichtete für die Linksaußen-Position den 25-jährigen Paul Schirmer von der SG Hohnhorst/Haste. Als echte Verstärkung für den linken Rückraum ist der vom Wilhelmshavener HV heimgekehrte Johannes Krause einzustufen. Der erst 21-jährige Felix Richter ist mit einem Doppelspielrecht für den Oberligisten TS Großburgwedel ausgestattet und soll erste Erfahrungen auf Rechtsaußen sammeln. Aus der A-Jugend gehören Robin John und Sebastian Czok, der nach einem bei einem Motorradunfall erlittenen Riss des hinteren Kreuzbandes aber noch rund zwei Monate ausfällt, zum Aufgebot.

"Unsere Personalplanungen sind abgeschlossen. Wir gehen mit einem 16er-Kader in die Saison uns sehen uns personell gut aufgestellt", erklärt Geschäftsführer Brandes. Das Trainer-Duo gibt als Saisonziel "die frühestmögliche Sicherung des Klassenerhaltes" aus. Die Vorbereitung nicht mitmachen kann Rechtsaußen Tim Hornke (19), der mit der U19-Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft in Tunesien bestreitet. "Da er aber auch da voll gefordert wird und insofern im Saft steht, wird Tim sicher fit zu uns zurückkehren", glaubt Alfred Thienel.

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