Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck fordert eine Leistungssteigerung in der Rückrunde - Eingleisigkeit und Jugend im Visier - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck fordert eine Leistungssteigerung in der Rückrunde

Eingleisigkeit und Jugend im Visier

Bei Eintracht Hildesheim ist die Blickrichtung bereits auf die kommende Saison gerichtet. Denn der Nord-Zweitligist hat die Eingleisigkeit fest im Visier. "Wir waren immer ein Befürworter der eingleisigen 2. Liga, insofern richten wir auch unsere Planungen darauf aus, dass wir für die kommende Spielzeit eine Mannschaft haben, die dieses Ziel erreichen kann. Wir wollen da definitiv rein", betont Gerald Oberbeck, der auch weiterhin als Trainer, Manager und Geschäftsführer in Personalunion alle Fäden in der Hand halten wird.

Entsprechend viel Arbeit hat der Eintracht-Chef derzeit, denn am Ende der Saison laufen nicht weniger als elf Verträge aus, darunter unter anderem auch die der Stammkräfte Nicolas Ivakno, Georgi Nikolov, Matthias Struck, Jeremias Rose, Marvin Nartey und Sebastian Roth. "Wir haben natürlich auch unsere Vorstellungen, werden mit allen Spielern sprechen, mal hören, wie deren weitere Lebensplanung aussieht und dann eine Entscheidung treffen", lässt sich der 53-Jährige nicht in die Karten schauen, wird aber auch den Blick darauf richten, wie sich die Leistungen in der Rückrunde entwickeln.

"Immer die Ruhe bewahrt"

Denn erst gegen Ende der Hinserie stieg die Formkurve der Eintracht an. Der Start ging mit einer Serie von 4:14 Punkten gründlich in die Hose und ließ Schlimmes befürchten. "Wir haben aber immer die Ruhe bewahrt und die Mannschaft hat sich dann gefunden", blickt Gerald Oberbeck auf die danach folgende Serie von 10:4 Zählern zurück.

Maßgeblichen Anteil daran hatten Sebastian Roth, der als torgefährlicher Mittelmann immer mehr zum wichtigen Faktor reifte, ein sich kontinuierlich steigernder Torhüter Dennis Klockmann, der kurzfristig verpflichtete Nicolas Ivakno als Stabilisator in der Deckung sowie Milan Weißbach, der vom Spezialisten Ivakno neben sich profitierte und sich zum konsequenten Abwehrchef entwickelte. Bedingt durch verletzungsbedingte Ausfälle mussten die beiden Noch-A-Jugendlichen Kay Behnke und Nils Eichenberger, die eigentlich langsam herangeführt werden sollten, ins kalte Wasser geworfen werden und machten ihre Sache, so Oberbeck, "sehr gut".

Auf dem richtigen Wege

Maximilian Kolditz als Dritter A-Jugendlicher im Bunde wurde durch eine langwierige Schulterverletzung zurückgeworfen, soll aber jetzt auch wieder seine Anteile bekommen. "Das zeigt", betont Hildesheims Mister Handball, "dass wir mit unserer Nachwuchsarbeit und dem Jugendinternat auf dem richtigen Weg sind."

Für die Rückrunde hat man sich rund um die Sparkassen-Arena noch einiges vorgenommen, das Saisonziel Platz acht fest im Visier. "Bislang ist unsere Saison nur ein schwaches befriedigend, weil wir als Zwölfter mit 14:18 Punkten vier Zähler hinter den Erwartungen liegen. Also gibt es noch einiges zu tun", nimmt Gerald Oberbeck seine Schützlinge in die Pflicht. Nicht mehr zum Kader gehört Lukas Krings, der zum VfL Hameln gewechselt ist. Michael Hoffmann, der sich in der Pause einer Operation am linken Handgelenk unterziehen musste, ist rechtzeitig zur Saison-Fortsetzung wieder fit.