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Kommen und Gehen

Eintracht Hildesheim bastelt kräftig am Kader für die kommende Saison

Der Knoten ist geplatzt: Mit dem 33:32 bei der SG Leutershausen hat Zweitligist Eintracht Hildesheim den ersten Sieg im Handballjahr 2014 gefeiert. Die Zielsetzung für das letzte Saisondrittel gibt Trainer und Manager Gerald Oberbeck klar vor: "Wir wollen ein positives Punktekonto am Saisonende haben." Der Eintracht-Boss hat aktuell viel zu tun. Außer dem Hauptjob, sein Team wieder in die Erfolgsspur zu bringen, stehen einige Kaderveränderungen an. Die Verträge von Abwehrchef Milan Weißbach und des Rückraumlinken Michael Qvist laufen aus. Weißbach verlässt Hildesheim in Richtung Großwallstadt.


Was wird aus Michael Qvist?

Die Zukunft des Dänen Qvist ist noch offen. "Michael hatte vier gute Jahre in Hildesheim. Jetzt sucht er eine neue Herausforderung", sagte sein Berater Ian Marko Fog. Die Wahrscheinlichkeit, dass Qvist innerhalb Deutschlands wechselt, scheint groß. "Es sieht so aus. Michael möchte noch einmal versuchen, den Aufstieg in die erste Liga zu schaffen", sagt Fog. Eine Vertragsunterzeichnung bei Hildesheims Ligarivalen DHfK Leipzig steht wohl unmittelbar bevor. "Wir nennen Details erst, wenn ein Vertrag unterschrieben ist", sagt Fog. Ersatz hat Oberbeck ebenfalls in der zweiten Liga gefunden. Von Empor Rostock wechselt Lukas Gamrat in die Sparkassen-Arena. In Hildesheim traf der 26-Jährige sieben Mal für Empor. "Ein torgefährlicher Allrounder. Er wird die Qvist-Lücke schließen", sagt Oberbeck.

Neben Qvist und Weißbach wird auch Linksaußen Michael Hoffmann in der kommenden Spielzeit nicht mehr im Eintracht-Dress auflaufen. "Ich beende meine Karriere", sagt der 38-Jährige Däne. Der Vertrag von Damien Kabengele läuft ebenfalls aus. "Bei ihm sind wir noch in der Entscheidungsfindung", sagt Oberbeck.


Ein Signal an Dinos Chantziaras

Vor Gamrat hat Eintracht bereits Linkshänder Matthias Struck vom ASV Hamm für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Struck kehrt somit an seine alte Wirkungsstätte zurück. Von 2008 bis 2010 war der 31-Jährige schon einmal ein Einträchtler. Das ist auch ein klares Zeichen an Dinos Chantziaras. Mit den Leistungen des Rückraumrechten sind die Hildesheimer nicht zufrieden. Chantziaras war in dieser Saison zu schwankend in seinen Leistungen. Sein Vertrag läuft noch bis 2015. Der Grieche muss sich deutlich steigern, will er nicht die Nummer zwei im rechten Rückraum sein.

Ferner wird Oberbeck auf den Nachwuchs setzen. Mit Tom Landgraf, Lutz Heiny und Tim Zechel kommen drei Handballer aus dem Internat in Elze in den Eintracht-Kader. Bislang stehen mit Lothar von Hermanni, Frederic Stüber, Nils Eichenberger, Pascal Kinzel, Maurice Herbold, Maurice Lungela und Tim Gerstmann sieben Eigengewächse im Eintracht-Team. Von fast allen erwarten die Verantwortlichen eine Weiterentwickelung. "Bis auf Lothar haben alle ihre ersten Erfahrungen nun gesammelt. Jetzt muss der nächste Schritt folgen", sagt Oberbeck. Weitere externe Neuzugänge schließt der Eintracht-Macher noch nicht aus. "Wir schauen uns immer auf dem Markt um. Wir haben noch viel Zeit." Zeit um einen teilweise runderneuerten Kader zu bauen.