Schwerin entzaubert Aufsteiger Potsdam - Erste Heimpleite seit zwei Jahren - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Schwerin entzaubert Aufsteiger Potsdam

Erste Heimpleite seit zwei Jahren

Die erste Heimniederlage Potsdams fiel mit 30:35 (18:20) gegen Schwerin deutlich aus. Gegen die physisch starken Gäste tat sich der Aufsteiger vor allem in der Abwehr schwer und fand gegen den wurfgewaltigen Ingo Heinze überhaupt kein Mittel. Der traf fast nach Belieben und erzielte nicht weniger als 16 Tore.

Der Tabellenfünfte aus dem Norden spielte sein Pensum recht locker und gefällig herunter, während die Gastgeber ungewohnt nervös wirkten, sich etliche Ballverluste leisteten und viele Chancen vergaben. Letzteres war nicht einmal vordergründig der Verdienst des soliden Post-Torhüters Igor Levshin, den in der ersten Halbzeit beispielsweise VfL-Linksaußen Schugardt selbst aus spitzem Winkel regelrecht entzauberte. Die VfL-Angriffszüge liefen oft zu nahe am Gegner und erleichterten diesem das Eingreifen. Trotzdem blieb die Partie bis kurz nach der Pause völlig offen (19:20/31.).

Beuchler lobt: "Unglaubliches geleistet"

In der folgenden Viertelstunde gelangen dem VfL aber nur ganze zwei Tore, Post dagegen ließ sich auch von einer offensiven 4:2-Abwehr nicht beeindrucken und legte den Grundstock zum hoch verdienten Erfolg (21:29/48.). Post-Trainer Dirk Beuchler lobte seine Mannschaft überschwänglich und sagte: Sie habe "Unglaubliches geleistet". Das tröstete die Potsdamer kaum. Sie verloren nicht nur das erste Heimspiel seit dem Aufstieg, sondern auch die erste Pflichtpartie vor heimischem Publikum seit Dezember 2007.