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Erste Niederlage nach 14 Monaten

Das Bild sprach Bände. Nach 60 hart umkämpften Minuten sank Evgeni Pevnov völlig erschöpft auf den Hallenboden und konnte das Pech nicht fassen. Seit dem Beginn der Jagdfieber-Kampagne im Dezember 2008 mussten die Schützlinge von Trainer Thomas König vor einer Saison-Rekordkulisse die erste Niederlage nach über 14 Monaten hinnehmen. "Das ist bitter, aber die Welt geht nicht unter. Es gibt überhaupt keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken", sagte Spielmacher Benjamin Matschke. Friesenheim ging - ebenso wie der Bergische HC - höchst motiviert in die Partie und konnte sich erst in den letzten zehn Spielminuten der ersten Hälfte durch drei Tore in Folge von Frank Müller zum 13:10 absetzen. Nach dem Wiederanpfiff drängte die Mannschaft von HaDe Schmitz auf den schnellen Ausgleich, nachdem der überragende Torjäger Jens Peter Reinarz zum 20:20 (36.) traf. Dann erlebten die "Eulen" eine Schwächephase und scheiterten zwischen der 36. und 45. Minute gleich achtmal in Folge an BHC-Keeper Mario Huhnstock. Nervösität und Hektik bestimmten die Szenen. Unzählige individuelle Fehler in den eigenen Reihen brachten die Gäste mit 24:27 auf Siegeskurs. "Wir haben uns nichts vorzuwerfen, wir haben alles versucht. Reinarz war heute sensationell", sagte Matschkei mit Blick auf den Vier-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze.