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Essen demonstriert Stärke

Irgendwie spiegelten die Trikotfarben beider Mannschaften den Spielverlauf wieder. Hier in leuchtend rot gekleideten Essener, dort die Mindener in ihrem grauen Outfit. Der Tabellenelfte aus Essen zeigte von Beginn an nicht den Hauch von Angst vor dem Tabellenführer und sorgte schnell für eine 3:1-Führung (5.).

Bereits an der Essener Körpersprache war der größere Siegeswille abzulesen. Abschütteln ließen sich Mindener aber nicht so schnell. Sie blieben zunächst in Schlagdistanz und kamen nach dem Drei-Tore-Vorsprung zur Halbzeit (16:13) noch einmal bedrohlich heran (19:18/38.). Viermal Matthias Gerlich und einmal Ben Schütte hielten dagegen und nur vier Minuten später war mit dem 24:19 der Grundstein gelegt. Den Mindenern, die es in der Schlussphase noch mit einer offenen Deckung versuchten, fiel nicht viel ein.

Auffällig waren nur noch die individuellen Fähigkeiten von Dalibor Doder. Dass der Schwede mit zwölf Treffern bester Torschütze der Partie wurde, blieb letztlich eine Nebensache. "Heute hat alles gepasst. Es hätte die Halle einstürzen können, und die Jungs hätten weiter gemacht", freute sich Tusem-Coach Maik Handschke über die Leistung seines Teams. Zum besten Tusem-Akteur schwang sich Torwart Jan Kulhanek auf, der nicht nur Aljoscha Schmidt und Dalibor Doder bei Strafwürfen den Schneid abkaufte, sondern die Mindener mehr als ein Dutzend Mal verzweifeln ließ.