Zweitligist plant einen Neuanfang in der dritten Liga - Finanz-Not: HSV Hannover beantragt keine neue Lizenz - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Zweitligist plant einen Neuanfang in der dritten Liga

Finanz-Not: HSV Hannover beantragt keine neue Lizenz

Dem HSV Hannover ist es nicht gelungen, die durch den zum Saisonende angekündigten Rückzug des Hauptsponsors "TelDaFax" auftretende finanzielle Lücke zu schließen. Die Niedersachsen werden somit keine Lizenz für die kommende Zweitliga-Saison beantragen. "Auch wenn wir es sportlich schaffen, finanziell reicht es dann nicht mehr", sagte Manager Dirk Schroeter und zeigte sich zutiefst enttäuscht, "dass unsere akribische Sponsorensuche nicht von Erfolg gekrönt war. Wir haben eine dreistellige Zahl von Firmen und Partnern angesprochen und nur Absagen kassiert. Dabei haben wir mit 300.000 Euro ohnehin schon mit den kleinsten Etat in der zweiten Liga." Der HSV geht somit in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga an den Start, da gemäß der Durchführungsbestimmungen für die zweite Liga Mannschaften, die keine Lizenz beantragen, als normale Absteiger eingereiht werden. "Trotz des Zwangsabstiegs werden wir alles daransetzen, die Saison mit dem größtmöglichen sportlichen Erfolg zu beenden", betont Schroeder, der jetzt alles daransetzen wird, "eine schlagkräftige Drittliga-Truppe auf die Beine zu stellen." "Einige Spieler können sich durchaus vorstellen zu bleiben, andere haben schon Angebote anderer Klubs vorliegen. Ein Umbruch wird unvermeidlich sein."

Das Trainergespann Stephan Lux und Alfred Thienel könnte sich unter gewissen Umständen vorstellen an Bord zu bleiben. "Zunächst einmal ist es ganz bitter, dass es aus wirtschaftlichen Gründen in der zweite Liga nicht weitergeht und der Sport von solch monetären Dingen abhängig ist. Viele Spieler sind auch unendlich traurig, weil sie schon Jahre hier spielen und Kinder des Vereins sind", gibt Stephan Lux Einblick in die Gefühlslage des Teams, "aber Alfred und ich können uns vorstellen weiterzumachen, wenn die Zielausrichtung stimmt, eine konkurrenzfähige Mannschaft zur Verfügung steht und das Umfeld passt." In Sachen Umfeld ist Manager Schroeter schon einen Schritt weiter. Im abgelegenen Ice & Event Center in Langenhagen ist der Club aufgrund der sterilen Atmosphäre nie so richtig heimisch geworden, in der Regionalliga will man deshalb in der sanierten Halle im hannoverschen Stadtteil Misburg auflaufen.