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Freud und Leid auf dem Parkett

Nach 19 Jahren zweite Bundesliga muß der EHV Aue mit dem besten Punktestand dieser Ära und Platz elf in dieser Saison das Bundesligaunterhaus verlassen. Dank der Umwandlung in eine eingleisige Staffel reichten 35 Punkte nicht. Doch das war schon vor der 22:25 Niederlage gegen den BHC klar gewesen. Denn mindestens ein Punkt war nötig. Doch auch dieses Ziel wurde letztlich Makulatur.

So konnten mit dem Schlusspfiff in der Erzgebirgshalle geradezu paradoxe Szenen verfolgt werden. Während der BHC seinen direkten Aufstieg in die erste Liga frenetisch feierte, versuchten die Erzgebirger ihren strukturellen Abstieg in die Drittklassigkeit, einem Novum in der sportlichen Geschichte des Vereins, auf dem Parkett und auf den Rängen zu verkraften. Am Auswärtserfolg der "Löwen" war unterm Strich nichts zu deuteln. Aue ließ am kämpferischen Willen nichts fehlen, hielt die Partie lange (19:21, 52.) offen, konnte aber nur mühsam die individuellen Stärken der Gäste kompensieren. Fünf Pfostentreffer und drei verworfene Strafwürfe auf Auer Seite waren zwar ärgerlich, letztlich aber ohne möglichen Einfluß.