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Gruszka gibt die Richtung vor

Er kam, sah und traf: Erst zwei Stunden vor Spielbeginn traf Soldat René Gruszka in Rostock ein. Der 20 Jahre alte Junioren-Nationalspieler hatte eine gut 18-stündige Abschlussübung in den Knochen. Beim 16 Kilometer langen Nachtmarsch gab er mit Kompass und Karte die Richtung vor. In der Partie gegen Edewecht marschierte er dann wieder voran. Gruszka eröffnete den Torreigen und avancierte zum treffsichersten Schützen. HCE-Trainer Gunter Funk war des Lobes voll: "Er hat ein Riesenspiel gemacht." Die Gastgeber taten sich in der Anfangsphase schwer (6:8/15.), übernahmen aber mit zunehmender Spielzeit immer mehr das Kommando und gaben in der zweiten Hälfte die Führung nicht mehr ab. Dass es vor 867 Zuschauern in der Scandlines Arena bis in die Schlussphase eng blieb, lag in erster Linie an zwei Gäste-Spielern: Maris Versakovs und Oldie Jörg Oehus, der auf der Torhüterposition für ein klares Übergewicht sorgte. "Wir spielen gut, am Ende fehlte ein bisschen die Kraft", resümierte Maris Versakovs. Und Gruszka, der "ziemlich platt" und dennoch glücklich war, befand: "Wer den größten Teil des Spiels führt, hat den Sieg verdient."