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Hildesheim im Freudentaumel

Der Bann war erst mit dem 28:25 durch Georgi Nikolov 100 Sekunden vor Schluss gebrochen. Es folgten ausgelassene Tänze auf der Bank der Hildesheimer, die mit demErfolg beim HC Empor Rostock den Bundesliga-Aufstieg in einem Herzschlag-Finale perfekt machten. Lange Zeit taten sich die Gäste allerdings schwer, schienen dem übermächtigen Druck nicht gewachsen. Die Folge: Bis zum 19:19 (43.) rannten die Schützlinge von Trainer Gerald Oberbeck einem Rückstand hinterher.

Doch das war mit dem Abpfiff vergessen. "Ich habe bis zum Ende gehofft, es hat gereicht", jubelte der sich nach der Pause steigernde Eintracht-Schlussmann Dennis Klockmann. Auch er hatte Anteil daran, dass der Jubel der rund 150 mitgereisten Hildesheimer Fans letztlich keine Grenzen kannte. Sachlich und scheinbar ruhig wirkte Gerald Oberbeck in der Stunde des Triumphs. "Wir haben gewonnen, alles ist gut", sagte das Trainer-Schwergewicht und bemängelte dennoch eine "schlechte erste Halbzeit".

Die begründete der nach der Hinrunde von Rostock nach Hildesheim gewechselte Torben Ehlers: "Es war unheimlich schwer, weil wir gewinnen mussten." Die Rostocker, die Minimalziel Platz neun bereits vor der Partie sicher hatten, waren dagegen einfach nur froh über das Saisonende. Holger Schneider verabschiedete sich mit einer Personalie in den Urlaub: "Krzystof Gorniak hat sich heute einen neuen Vertrag erspielt."