Jahns betreibt Ursachenforschung - Hildesheims Co-Trainer weiß, warum sich das Team auswärts so schwer tut - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Jahns betreibt Ursachenforschung

Hildesheims Co-Trainer weiß, warum sich das Team auswärts so schwer tut

Zu Hause eine Macht, auswärts wird nur ganz, ganz selten gelacht. Eintracht Hildesheim begeistert in der eigenen Arena regelmäßig ihre Fans. Neun Spiele, neun Siege. Hildesheim ist zurzeit eine nicht einnehmbare Festung. Auswärtsfahrten können sich die Eintracht-Anhänger aber getrost sparen. Acht Spiele, sieben Niederlagen. Hildesheim ist in der Handball-Republik ein gern gesehener Gast.

Zur Ehrenrettung der Mannschaft von Trainer Gerald Oberbeck muss man aber gestehen, dass es nur drei Clubs in der zweiten Liga gibt, die eine positive Auswärtspunktebilanz vorzuweisen haben. Eintracht-Co-Trainer Michael Jahns begab sich für die HANDBALLWOCHE auf Ursachenforschung.
Lange Busfahrten

Klar ist das unangenehm. Handballer sind meist große Menschen. Für einen Dennis Klockmann mit seinen 2,10 Meter kann eine Sechs-Stunden-Fahrt schon ziemlich anstrengend sein. Man merkt die Strapazen, wenn man aus dem Bus steigt. Aber mit diesem Problem müssen alle Teams klarkommen.
Fremde Hallen

Heimspiele machen natürlich mehr Spaß. Da bekommt man bei jedem Torjubel noch mal einen Kick. Auswärts ist das anders. Da wird man auch schon mal ausgepfiffen. Gerade unsere jungen und unerfahrenen Spieler sind von so etwas leichter zu beeindrucken. Aber das ist doch ganz normal. Das ist auch ein gewisser Lernprozess.
Ausgeglichene Liga

In dieser Saison gewinnt man nur sehr selten ein Spiel im Vorbeigehen. Jeder kann jeden schlagen. Aufsteiger wie Rimpar sind in eigener Halle nur sehr schwer zu schlagen. Dazu braucht man eine hundertprozentige Leistung. Wir waren in den Spielen bei den Topfavoriten Bietigheim, Friesenheim oder Bittenfeld nahe dran. Aber da braucht man in den entscheidenden Phasen auch Glück und vielleicht auch die eine oder andere knappe Schiedsrichterentscheidung für sich. Wir haben aber den Pfosten getroffen oder einen technischen Fehler gemacht und so die Spiele jeweils verloren.
Eigene Vergangenheit

Das hört sich vielleicht komisch an, aber gegen uns ist jede Mannschaft und jedes Publikum noch motivierter, als gegen manch andere Teams. Wir sind für viele ein ehemaliger Erstligist mit Tradition. Dem will jeder ein Bein stellen.


Jahns’ Gegenmittel

Auch wenn es für uns in dieser Saison nur in Tarp etwas zu holen gab, bin ich mir sicher, dass der Knoten auch auf fremden Parkett bald platzen wird. Wir müssen die Ruhe bewahren. Gerade in engen Situationen. Wichtig ist, dass man die Spiele bis zum Schluss offen halten kann. Dann steigt der Druck auf das Heimteam und auch deren Fehlerquote. Und dann müssen wir konsequent unsere Chancen nutzen.