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Keine Halle

EHV-Trainer Runar Sig tryggsson musste in der Vorbereitung auf die Rückrunde mächtig improvisieren. Bei der 28:34-Niederlage im Testspiel gegen die Füchse Berlin fehlten mit Bjarki Mar Gunnarsson (EM), Ladislav Brykner, Marvin Sommer (beide Grippe), Felix Kempe, Enrico Berthold und Kevin Roch (alle verletzt) gleich sechs Spieler.

Die Auer Rumpftruppe verkaufte sich gegen die Füchse vor allem in der Anfangsphase zur Freude der 1.350 Zuschauer sehr ordentlich. Nach acht Minuten lag der EHV mit 6:2 vorn. Doch ein energischer Zwischenspurt genügte den Berlinern, um kurz danach zum 7:7 auszugleichen (12.) und Sekunden später durch Markus Richwien mit 8:7 in Führung zu gehen (13.). Anschließend bauten die Füchse ihren Vorsprung schrittweise aus.

"Es war trotz der Niederlage ein gelungener Handballabend", resümierte EHV-Manager Rüdiger Jurke. Schon vor dem Anpfiff wurde es emotional: Hannes Höger, langjähriger Schlussmann der Auer Oberligamannschaft, bekam an seinem 74. Geburtstag aus den Händen von Silvio Heinevetter ein Original-Trikot des Nationaltorhüters geschenkt. Die Überraschung war gelungen.

Während die Auer Mannschaft ab Sonntag wieder um Punkte kämpft, muss Manager Jurke eine andere Baustelle schließen. "Der Stadtrat von Lößnitz, wo wir seit 1996 zu Hause sind, kündigte uns zum 30. Juni die Verträge zum Nutzungsrecht der Erzgebirgshalle", so Jurke. Hintergrund: Der EHV soll sich in Zukunft mit einer deutlich höheren Summe an den Betriebskosten beteiligen. Aktuell zahlt der Zweitligist rund 3.000 Euro an die Stadt. "Wir wären bereit, bis zur 35.000 Euro zu zahlen", hofft Jurke auf eine schnelle Einigung: "Können wir bis zum Abgabeschluss der Lizenzunterlagen keine Spielstätte vorweisen, bekommen wir keine Zulassung für die zweite Liga." SEBASTIAN WUTZLER