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Kreche, Drechsler und Schröder bringen Sieg

Die Bastion Hansehalle ist nach sechs Monaten zum zweiten Mal in dieser Saison gefallen. "Wir haben verdient gewonnen, waren einfach frischer", freute sich Trainer "Pitty" Petersen nach dem überraschend deutlichen 37:32 gegen Bad Schwartau. Im besseren Rückraum und Torhüter Oliver Krechel, der 19 Paraden aufweisen konnte, sah er den Schlüssel zum Sieg. Schwartaus sportlicher Leiter, Michael Friedrichs, bemerkte beim WHV "mehr Leidenschaft. Sie wollten den Sieg mehr."

Die Partie begann mit einem Schrecken. Beim VfL musste Kreisläufer Martin Zeschke schon früh im Spiel vom Feld (3.). Die Diagnose: Nasenbeinbruch mit Platzwunde. Kurz danach erwischte es den bis dato starken Podpolinski (6 Würfe/6 Tore), der neben Jahn im meist ideenlosen VfL-Angriff gefiel. Von Waschul im Gesicht getroffen, musste der Halbrechte mit leichter Gehirnerschütterung vom Feld. Waschul sah dafür zwar Rot (20.), doch Podpolinski fand nicht mehr ins Spiel. Wie Schwartau. Bezeichnend die letzte Szene vor der Pause: Ein direkter Freiwurf von Kährmann kullerte abgefälscht durch die Beine von VfL-Keeper Mahnke zum 15:16.

Nach der Pause blieb der VfL bis zum 20:21 (39.) dran, ehe ein WHV-Trio aufdrehte: Keeper Krechel ließ Schult & Co. mit seinen zahlreichen Paraden verzweifeln, das Rückraumduo Drechsler (11 Tore) und Schröder (10) traf aus allen Lagen. "Ohne Deckung und ohne Torhüter kannst du nicht gewinnen. 37 Gegentore sind zu viel", schimpfte Schwartaus Kanonier mit Ladehemmung, Jan Schult, nach dem Spiel. Beim 31:25 (52.) war nach einem Drechsler-Dreier und einem Schröder-Tor in Unterzahl die VfL-Moral gebrochen, die Partie früh entschieden.