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Merkwürdig: Zwei Sieger

Die Meisterfeier wurde aufgrund des Emsdettener Sieges in Potsdam noch einmal vertagt, aber für die Fans des ASV Hamm stand nach dem Erfolg beim Fusionspartner Ahlener SG eines bereits fest: "Nie mehr Zweite Liga", skandierten die Anhänger des Gastes. Hamms Trainer Kay Rothenpieler gewann dem Sieg des ärgsten Verfolgers sogar etwas Gutes ab. "Dann machen wir die Meisterschaft eben in einer Woche gegen Schwerin perfekt und feiern zuhause mit unseren Fans den Aufstieg."

Es liest sich paradox, aber auch die Ahlener durften sich ein wenig wie Sieger fühlen. Schließlich hatten sie erwartungsgemäß ihre "Pflichtaufgabe" erfüllt, Hamm die zwei Punkte abgetreten und ihren Beitrag zum gemeinsamen Projekt Bundesliga-Aufstieg geleistet. "Hamm hat verdient gewonnen, aber der Sieg ist zu deutlich ausgefallen", urteilte ASG-Kreisläufer Björn Wiegers, der vor einigen Wochen einen Vertrag bei der HSG Ahlen-Hamm unterzeichnet hatte.

Tatsächlich hielt das Heimteam bis zum 7:7 (14.) prima mit, ehe Hamm vor allem aufgrund der besseren Bank davon zog. Nur noch neun Feldspieler konnte ASG-Trainer Jens Pfänder aufbieten, weil kurz vor dem Derby zu allem Überfluss auch Samuelsson verletzt abgesagt hatte. Doch auch Hamm hatte Probleme: Clößner und Schumann konnten nur nach der Injektion schmerzstillender Spritzen spielen. Hamm