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"Nie mehr zweite Liga"

Die Dramaturgie war perfekt. Als Thomas Rycharski erstmals nach seinem zu Saisonbeginn erlittenen Kreuzbandriss Sekunden vor Schluss den vorerst letzten Treffer in der zweiten Bundesliga Nord für den ASV Hamm zum 29:24-Endstand erzielte, wurde der ausverkaufte "Maxipark" zur Gänsehaut-Arena. 2.573 Zuschauer skandierten "Nie mehr zweite Liga". Nur wenige Augenblicke später begann die größte Handballparty, die Hamm je gesehen hat. T-Shirts mit dem Aufdruck "Stärkste Liga der Welt - wir sind dabei" wurden schnell verteilt. Bierduschen, Sektfontänen und der ohrenbetäubende Jubel der Fans läuteten eine lange Nacht ein, die sich der ASV 31 Spieltage lang mühsam erarbeiten musste.

Auch an diesem vorletzten Spieltag gegen Schwerin stand zunächst harte Arbeit im Vordergrund: 15 Minuten lang schien die Begegnung auf ein Fußballergebnis hinauszulaufen (4:4/15.), und bis zum 6:6 (20.) mochten sich die Gäste partout nicht in die Rolle des Wegbegleiters fügen. Dann kürte sich der Gastgeber um den überragenden Chen Pomeranz selbst zum Meister. "Natürlich haben wir gehofft, dass wir gleich den ersten Matchball nutzen", sagte Kapitän Frank Schumann, nachdem der erste Jubel abgeklungen war. Und Mario Clößner wurde noch ein wenig deutlicher: "Jetzt geben wir Vollgas", feixte er - und meinte nicht nur bei der folgenden Party. Hamm