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HSG will den dritten Platz behaupten und dann noch mal durchstarten

Nordhorn hofft auf mehr Geld

Seit dem 11. Januar bereitet sich die HSG Nordhorn-Lingen auf den zweiten Saisonteil in der 2. Liga vor, aber erst seit gut einer Woche kann das Trainergespann mit Heiner Bültmann und Maik Machulla auch den taktischen Elementen des Handballspiels wieder verstärkt Aufmerksamkeit widmen.

In der ersten Woche war die Trainingsgruppe noch arg überschaubar, aber nachdem die beiden niederländischen Nationalspieler Nicky Verjans und Toon Leenders von der erfolgreichen ersten WM-Qualifikationsrunde wieder nach Nordhorn zurückgekehrt sind und den ohnehin schmalen Kader des Zwangsabsteigers auffüllten, konnten die HSG-Coaches wieder eine halbwegs respektable Mannschaftsstärke zu den täglichen Einheiten begrüßen. Nur Linksaußen Pavel Mickal fehlt noch; der Tscheche gehört zum Kader seines Landes bei der Europameisterschaft.

Während sich Mickal in Österreich über seine Spielanteile in den Vorrundenspielen nicht beschweren konnte, erhielten in seiner Nordhorner Wahlheimat bislang nur die HSG-Nachwuchskräfte Wettkampfpraxis, die auch für die Zweitvertretung in der Oberliga aktiv sind und im neuen Jahr schon drei Punktspiele absolvierten (David Kalter, Florian Lammering, Eike Rigterink, Alex Terwolbeck).


Deutschland-Fans

Spielmacher Machulla, Rückraum-Shooter Michael Jahns (beide mit aktuell 122 bzw. 121 Treffern in den "Top 5" der besten Werfer der 2. Liga vertreten) und die anderen arrivierten Leistungsträger im Kader üben sich derzeit auch als Passiv-Handballer: Zu den EM-Vorrundenspielen des deutschen Teams versammelten sich die HSG-Spieler nach dem eigenen Training vor dem Fernseher in der "Kellerbar" des heimischen Euregiums. Und sie müssen noch bis morgen warten, ehe sie wieder einmal unter Wettkampfbedingungen spielen können: Am Mittwoch, 27. Januar, um 19.30 Uhr treffen die Nordhorner im niedersächsischen Bohmte (bei Osnabrück) auf den TuS N-Lübbecke, bereits einen Tag später reist die HSG zum Süd-Zweitligisten TUSEM Essen.

Fünf Tage vor dem ersten Punktspiel gegen den Tabellenvorletzten VfL Edewecht (5. Februar, 20 Uhr) ist das Junioren-Nationalteam der Niederlande im Euregium zu Gast (19.15 Uhr).

In den zweiten Saisonteil geht die HSG als Tabellendritter - und ist mit dieser Platzierung durchaus zufrieden. "Das war am Anfang der Spielzeit angesichts der schwierigen Vorbereitung nicht zu erwarten", meint etwa Trainer Bültmann. Als Saisonziel ist in Nordhorn eine Platzierung zwischen Rang vier und acht ausgegeben worden. Entsprechend sehen die Vorgaben für die nächsten 15 Punktspiele aus: "Es wäre super, wenn wir den dritten Rang verteidigen könnten", sagt Bültmann, der mit unverändertem Kader in den zweiten Saisonteil geht. Und Platz drei wäre seiner Ansicht nach eine gute Position, um danach optimistisch die Qualifikationssaison für die eingleisige 2. Liga angehen zu können. Dann vielleicht auch wieder mit etwas mehr Geld, um den Kader vor allem in der Breite besser aufstellen zu können.