Keine optimalen Bedingungen - Nordhorn immer noch auf der Suche nach einem schlagkräftigen Team - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Keine optimalen Bedingungen

Nordhorn immer noch auf der Suche nach einem schlagkräftigen Team

In dieser Woche zehrt die HSG Nordhorn-Lingen noch einmal vom Ruhm der Vergangenheit. Zum Turnier im bosnischen Doboj ist der Zwangsabsteiger in die 2. Bundesliga Nord als Titelverteidiger geladen. Die Nordhorner bekommen es in der Gruppe 1 mit den Erstligisten Vardar (Mazedonien), Thun (Schweiz) und den Gastgebern aus Doboj zu tun. "Gegner, die wir schlagen können, weil wir immer noch einige Qualität in der Mannschaft haben", sagt Spielmacher Maik Machulla, der sich mit Heiner Bültmann das Trainer-Amt teilt. Doch die Resultate stehen derzeit nicht im Vordergrund. "Es geht darum, spielerisch zusammen zu wachsen und das Timing zu finden", erklärt Machulla, der sich zudem von der einwöchigen Dienstreise einen positiven Effekt für den mannschaftlichen Zusammenhalt erhofft.

Allerdings sind die personellen Bedingungen nicht optimal. Mit Stephan Wilmsen, der zu jenen Spielern gehört, die aus der Reserve aufgerückt sind, fehlt ein wichtiger Baustein für den Neuaufbau nach dem wirtschaftlichen Kollaps und dem Auseinanderbrechen der erfolgreichen Mannschaft, die im Mai noch im Finale des europäischen Pokalsieger-Wettbewerbs stand. Der langjährige Zweitligaspieler des TuS Spenge ist als Spielmacher gleichermaßen bedeutend für Angriff und Abwehr. Doch der 30-Jährige, der eine eigene Firma hat, kann die Reise aus beruflichen Gründen nicht mitmachen. "Leider", wie Machulla bedauert, zumal Wilmsen "einer der erfahrenen Spieler" sei.

Ob Torhüter Björn Buhrmester, der auf einen Vertrag bei der HSG hofft, in Doboj sein wird, stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Der Ex-Nettelstedter trainiert seit einigen Wochen in Nordhorn und hat auch schon Testspiele bestritten, doch war er bis Sonntag noch ohne Vertrag. Und da war ihm das Risiko des Bosnien-Trips einfach zu groß. "Das Geld für ihn ist noch nicht da", erklärt Machulla, woran es hakt.

Dafür reist ein anderer Testspieler auf eigenes Risiko mit auf den Balkan: Michael Jahns. Der Ex-Magdeburger hat seine Zelte bei BM Antequera in Spanien abgebrochen und ist auf der Suche nach einem Verein. Machulla versucht nun, seinem früheren Weggefährten beim SCM für den Neuaufbau in der Grafschaft zu begeistern. Der Zwei-Meter-Mann wäre bei der HSG für die vakante Position im linken Rückraum eine ideale Verstärkung.

Die Trainer der HSG Nordhorn -Lingen hoffen, dass es nach der Rückkehr aus Doboj am kommenden Sonntag personell voran geht. "Unser Wunsch ist, dass Buhrmester und Jahns dann unter Vertrag genommen werden können", sagt Machulla.

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