Neuzugang Milosevic sieht bei seinem Einstand die Rote Karte - Not am Kreis: SC DHfK Leipzig verpflichtet schweizerischen Nationalspieler - Dieser fällt nach Rotsperre aber ein Spiel aus - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Neuzugang Milosevic sieht bei seinem Einstand die Rote Karte

Not am Kreis: SC DHfK Leipzig verpflichtet schweizerischen Nationalspieler - Dieser fällt nach Rotsperre aber ein Spiel aus

Mit der Verpflichtung des 28-fachen schweizerischen Nationalspieler Alen Milosevic bis Saisonende haben die Handballer des SC DHfK auf die Verletzungssorgen ihrer Kreisläufer reagiert. Nach dem Ausfall von Kapitän Thomas Oehlrich (Reha nach Muskelabriss in der Wade) und Bastian Roscheck, der sich beim 28:27-Sieg zum Ligaauftakt gegen Großwallstadt einen kompletten Labrumabriss an der Schulterlippe zuzog und nach erfolgreicher OP durch Teamarzt Dr. Pierre Hepp am Universitätsklinikum mindestens ein halbes Jahr ausfällt, verblieb nur noch Rico Göde auf dieser Position.

Dabei ist die Verpflichtung des 23-Jährigen, die durch zusätzliche Hilfen von Sponsoren erst möglich wurde, für beide Seiten eine "Win-Win"-Situation. "Wir mussten Rico Göde als einzigen verbleibenden Kreisläufer entlasten. Eine weitere Verletzung hätte unsere Saisonziele gefährdet", begründet DHfK-Handball-Geschäftsführer Karsten Günther die Verpflichtung. Im Gegenzug erfüllt sich Milosevic den schon vor der Saison anvisierte Traum, in Deutschland Handball zu spielen und sich so für einen Erstligisten anzubieten. Für diesen hatte der gelernte Kaufmann seinen Vertrag beim BSV Bern Muri zum Ende der Saison 2012/13 auslaufen lassen.

"Nach vielen Jahren in der ersten Schweizer Liga war es Zeit für eine Luftveränderung. Der Weg ins Ausland ist der richtige Schritt, um mich weiter zu entwickeln und für die Nationalmannschaft anzubieten. In Deutschland ist die Leistungsdichte größer, weswegen ich sehr froh über das Engagement in Leipzig bin", erklärt der bescheidene und ruhige Schweizer, der zuvor ein Jahr bei Wacker Thun (2006/2007), sechs Jahre beim BSV Bern Muri (2007 bis 2013) sowie reichlich Erfahrung aus dem Europapokal der Pokalsieger und den Challenge Cup mit in die Messestadt bringt.


Kurze Zwangspause

Trotz der glücklichen Verpflichtung folgte für Milosevic Pech beim Debüt im DHfK-Trikot: Der Schweizer wollte den letzten Angriff des TV Neuhausen wenige Sekunden vor Abpfiff unterbinden und traf einen Gegenspieler unglücklich am Hals. Die beiden Unparteiischen werteten dies als grobes Foul und stellten den Schweizer mit der Roten Karte (mit Bericht) vom Parkett. Das Ergebnis verblieb beim gerechten 27:27-Remis. Milosevic hingegen musste am vergangenen Wochende auswärts in Nordhorn die Sperre absitzen. Am Samstag gegen Saarlouis darf der 1,91 Meter große und 100 Kilogramm schwere Kreisläufer aber wieder ins Geschehen eingreifen.