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Nur keine Panik

Das erste Viertel der Saison in der zweite Liga ist für die SG Leutershausen nicht optimal gelaufen. Vier Punkte aus elf Spielen - das Team steht auf einem Abstiegsplatz. Dennoch ist das Management der "Roten Teufel" weit davon entfernt panisch zu werden.

"Wir wissen ja, woran es liegt", sagt Ex-Nationalspieler Uli Roth, einer der Macher bei der SGL. "Wenn wir könnten, würden wir uns noch zwei Spieler für den Rückraum leisten, die zu uns passen. Zweitligaerfahrene Männer, die unsere junge Truppe mitreißen wenn es mal eng wird, und ihr das nötige Selbstvertrauen geben, diese hoch emotionalen Spiele für sich zu entscheiden."

Aber genau das geht in Leutershausen derzeit nicht. Noch immer laufen die Rot-Weißen mit blanker Brust auf. Demonstrativ. Fast schon trotzig. "Wir suchen nach wie vor einen Hauptsponsor", bestätigt Roth: "Und wir haben bewusst darauf verzichtet, einen Verlegenheitssponsor aufs Trikot zu nehmen. Was wir brauchen, ist ein Partner, der unser Konzept mitgeht und mit uns in die Zukunft denkt."

Wo immer Uli Roth auftritt und seine Philosophie eines gesunden Handballsports vorstellt, erntet er Applaus. Jungen Spielern will er eine Plattform bieten, sie sollen auf hohem Niveau Spielanteile bekommen, die sie befähigen, später weit oben mitzumischen - auch in der Nationalmannschaft. Dieses Konzept braucht einen langen Atem.

"Wir brauchen ein Unternehmen im Rücken, das Vertrauen in uns hat, den Handball liebt und bereit ist, in unsere Ideen finanziell zu investieren", wird Roth nicht müde für das Leutershausener Modell zu werben. Dass die "Roten Teufel" ohne die Sicherheit, die zwei erfahrenere Spieler bringen könnten, dem Tabellenende gefährlich nahe stehen, beunruhigt Roth nur wenig: "Wir wissen, dass Trainer und Mannschaft das Beste geben, was in diesem Umfeld möglich ist. Und die Saison ist noch lang."