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Potsdam patzt vom Punkt

Ein Kunstwurf von Michal Bruna zum 34:32 entschied den Handball-Krimi 17 Sekunden vor dem Ende und ließ auch Empor-Trainer Gunter Funk aufatmen: "Am Ende müssen wir froh sein, dass er den Ball noch rein dreht. Aber unser Sieg war trotzdem verdient, weil wir permanent in Führung gelegen haben. Erst haben wir losgelegt wie die Feuerwehr, am Ende fehlte dann die Kraft."

Mit acht Treffern Differenz hatten die Gastgeber nach einem Drittel der Begegnung bereits geführt und dabei bis zu diesem Zeitpunkt auch sehr variabel agiert. Die 15 Tore in den ersten 20 Spielminuten teilten sich alle acht eingesetzten Feldspieler brüderlich. Jeder hatte bis zu diesem Zeitpunkt genau zweimal getroffen - bis auf Sven Thormann, der ein Tor erzielt hatte, bevor er schon nach zehn Minuten mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausschied. Fortan ohne Wechselmöglichkeiten für den Rückraum und ohne den bereits vorher verletzten Abwehrchef Miro Gudz taten sich mit zunehmender Spielzeit vorne wie hinten immer größere Lücken auf, die die Gäste im Verbund mit der Manndeckung gegen Michal Bruna in der zweiten Halbzeit zu nutzen verstanden.

Nur eines konnten die Potsdamer an diesem Tag nicht und das kostete ihnen den Sieg. Obwohl beide Empor-Keeper alles andere als einen guten Tag erwischt hatten, waren sie vom Siebenmeterpunkt vier Mal in Folge nicht zu bezwingen.