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2. Bundesliga

Saarlouis: Nach seinem Mittelhandbruch blickt Neuzugang Jonas Faulenbach seinem Comeback entgegen

Sein Trainer Goran Suton wartet beinahe sehnsüchtig auf die Rückkehr von Jonas Faulenbach. Der 24 Jahre alte linke Rückraumspieler kam vom TV Hüttenberg ins Saarland und war der Pechvogel des Saisonauftakts. Im ersten Pflichtspiel brach er sich den Daumen seiner Wurfhand ("Bennett-Fraktur", erster Mittelhandknochen am Daumensattelgelenk), musste operiert werden und arbeitet seither an seiner Rückkehr ins Team. Die HANDBALLWOCHE sprach mit ihm.

Schon im ersten Pflichtspiel der neuen Runde hat es Sie erwischt: Daumenbruch. Wie geht es Ihnen, wie verläuft der Heilungsprozess und wann rechnen Sie damit, Ihrer Mannschaft wieder helfen zu können?

Jonas Faulenbach: Danke, mir geht es soweit ganz gut. Der Heilungsprozess verläuft auch nach Wunsch. Jetzt sind mittlerweile sechs Wochen vergangen seit der OP und die letzten Kontrolluntersuchungen haben auch keine Auffälligkeiten gezeigt. Es sieht also gut aus und wir sind im Plan. Leider wird es aber noch ein bisschen dauern, bis ich zunächst wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und dann auch wieder bei den Spielen helfen kann.

We schwer ist ess zur Zeit, wenn man nur in der ersten Reihe sitzt, statt mittendrinn zu sein?

Ja, es fällt mir manchmal gar nicht so leicht, nur zuschauen zu dürfen. Am liebsten würde ich gerne selbst mitmischen und auf der Platte stehen. Andererseits fallen einem aus dem Betrachtungswinkel des Zuschauers auch Dinge auf, die man auf dem Spielfeld oft nicht wahrnimmt. Wer weiß, vielleicht können mir diese Eindrücke in der Zukunft hilfreich sein.

Sie sind bei allen Trainingseinheiten und Spielen dabei. Was können Sie jetzt schon für Ihre Fitness tun, welche Behandlungen laufen derzeit?

Bereits kurze Zeit nach der OP hat für mich die Reha in Form von Physio- und Ergotherapie begonnen. Vor ein paar Wochen kamen dann auch Ausdauer- und Krafteinheiten hinzu. Ziel ist es, dass ich beim Einstieg ins Mannschaftstraining ein möglichst hohes Fitness-Level erreicht habe, damit wir dann das Hauptaugenmerk gleich auf andere Dinge legen können.

Wie ist die Stimmung in der neu formierten Mannschaft angesichts des holprigen  Starts?

Auch wenn der zweite Sieg ein bisschen auf sich hat warten lassen, die Stimmung im Team war und ist trotzdem gut. In der Mannschaft herrscht ein sehr angenehmes Klima. Das hilft uns auch in schwierigen Situationen sehr.

Was sagen Sie als Neuzugang eigentlich zu Ihrer neuen Heimat Saarlouis, zu den Saarländern an sich und zu Ihrem neuen Club der HGS?

Saarlouis ist eine kleine, aber feine Stadt. Durch die Kompaktheit gibt es keine großen Entfernungen. Alles ist da und schnell zu erreichen - mit oder ohne Auto. Zudem werden die Saarländer ihrem Ruf, sehr freundliche Menschen zu sein, vollauf gerecht. Das macht es für mich noch viel angenehmer und leichter, mich hier und auch im Verein wohlzufühlen.

Wo sehen Sie die HG Saarlouis am Ende der Saison?

Am liebsten auf einem Tabellenplatz im gesicherten Mittelfeld - oberstes Ziel ist und bleibt aber der Klassenerhalt.