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Schmeichelhafter Derby-Sieg

Die letzte Spielminute. Siebenmeter für Rostock. To dosijevic nahm Maß und traf zum 25:24. Die erste Führung. Noch 11 Sekunden. Der letzte Angriff. Mit allen Mitteln versuchten die Rostocker, die Post-Spieler am Torwurf zu hindern und kassierten dafür eine Rote Karte (Göde) und eine Zeitstrafe (Bruna). Der Ball kam zu Chantziaras. Der Grieche zog ab, doch die Kugel knallte Thormann ins Gesicht. Der HC Empor war im Derby gegen Schwerin im wahrsten Sinne des Wortes mit einem blauen Auge davongekommen. Zum einen, weil Thormann beim Rettungsversuch eine Blessur am rechten Auge erlitt. Vor allem aber, weil der Sieg überaus schmeichelhaft war.

Vor 3.050 Zuschauern stand die 77. Auflage des mecklenburgischen Handball-Klassikers über weite Strecken im Zeichen der Schweriner. Post zog schnell auf 10:4 (17.) davon. HCE-Coach Gunter Funk reagierte und brachte mit Thormann und To dosijevic seine angeschlagenen Stammkräfte. Fortan lief es besser, doch Schwerin blieb weiterhin am Drücker (21:18, 22:19, 24:22). In den entscheidenden Situationen versagten die Gäste. Der starke Murawski scheiterte unter anderem zweimal vom Siebenmeterpunkt. Am Ende herrschte im HCE-Lager eitel Sonnenschein, zumal Geschäftsführer Holger Schneider mit Junioren-Nationalspieler Tom Wetzel (Altenholz) einen 19 Jahre alten gebürtigen Rostocker als Neuzugang präsentierte.