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Schneider übergibt das Traineramt an Funk

Als die offizielle Pressekonferenz beendet war, griff Holger Schneider noch einmal zum Mikro. Der 47-Jährige bat Gunter Funk an seine Seite. Dann gab er seinen Rücktritt und zugleich die Beförderung von Funk (60) zum neuen Chefcoach bekannt. Der frühere DDR-Nationaltrainer wird am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Emsdetten erstmals das Sagen haben.

Für Schneider, der nach zweijähriger Auszeit erst zu Saisonbeginn auf die Trainerbank zurückgekehrt war, endet damit nach nur sechs Pflichtspielen das Kapitel Handballlehrer wieder. Er wird weiterhin als Geschäftsführer und Gesellschafter tätig sein. Sein Ziel, den Traditionsklub wieder in die Erstklassigkeit zu führen, könne man "nicht nebenbei" verwirklich. "Wir haben einige Baustellen, die ich abarbeiten muss", sagte Schneider.

Auch sportlich gibt’s viel zu tun. Empor quälte sich gegen die weiterhin sieglosen Jung-Füchse über die Runden. Außer einer 3:0-Führung (6.) musste Rostock gegen die Hauptstädter ständig einem Rückstand hinterherlaufen. Erst eine Steigerung der sechsfachen Torschützen Florian Zemlin und Torben Ehlers brachte den HCE wieder in die Erfolgspur. Zu allem Übel schied Abwehrchef Miroslaw Gudz mit Verdacht auf Rippenbruch aus.

Vor allem die Derby-Pleite eine Woche zuvor gegen Schwerin (24:28) ging Schneider an die Nieren. Am Tag nach dem Pokal-Krampf gegen Magdeburg II (31:29) wurde Funk offiziell gefragt, ob er die Cheftrainerrolle übernehmen würde.