Spielmacher Weber fehlte - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
 

Spielmacher Weber fehlte

Wenn eine Szene über den Ausgang eines Spiels entscheidet, können sich nur zwei gleichwertige Teams gegenüberstehen. So geschehen in der gutklassigen Partie in der Frankfurter Ballsporthalle, in der die HSG nach dem Punkt griff, ihn aber liegen ließ. Jürgen Schweikardt, stärkster Gäste-Akteur, hatte seine dritte Zeitstrafe erhalten, HSG-Trainer Thorsten Schmid den siebten Feldspieler gebracht. Doch Benedikt Seeger nahm sich frühzeitig den Wurf und blieb im Bittenfelder Doppelblock hängen. "Es ist uns nicht immer gelungen, die taktische Disziplin zu halten", analysierte Schmid und sprach damit die Konsequenz im Abschluss und das Rückzugsverhalten an. Zudem machte sich das Fehlen des erkrankten Regisseurs Steffen Weber bemerkbar. Die homogen aufspielenden Schwaben nutzten eine dieser schwachen Phase, um auf 13:8 davonzuziehen (19.). Dreimal egalisierte Frankfurt in der zweiten Hälfte, doch der Aufstiegskandidat konnte stets, zumeist über den schnellen Anwurf, postwendend reagieren. Er hatte die Überraschungseffekte auf seiner Seite, wie auch beim Siegtor durch den Schlagwurf von Sebastian Seitner. "Die HSG hat uns das Leben sehr schwer gemacht, weil sie immer dagegen gehalten hat", atmete Klaus Hüppchen durch. Den Tabellenzweiten, vermutet der Bittenfelder Co-Trainer, erwarteten auf dem Weg in die Aufstiegsrelegation jetzt nur noch solche Partien mit Endspielcharakter.