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TVE setzt auf Müller

Das Vorhaben ist schwer. Nach dem sportlichen Abstieg will der TV Emsdetten gleich in der Spitzengruppe der zweiten Liga Fuß fassen. Dass den TVE allerdings 13 teilweise hochkarätige Leistungsträger verlassen haben und das mit sieben Neuzugängen und vier Perspektivspielern aus der eigenen Jugend nicht aus dem Stand alle Erwartungen erfüllt werden können, leuchtet ein.

Das Team muss sich finden, insbesondere auch deshalb, weil auf der Kommandobrücke nach Gennadij Chalepo nun mit Daniel Kubes eine neue Generation die Richtung vorgibt. Kubes lässt konsequent attraktiven Tempohandball spielen. Doch für die junge und neu formatierte Truppe birgt dieses auch Gefahren. Technische Fehler häufen sich und sorgen so für schnelle und einfache Gegentore.

Eine weitere Problemzone ist aktuell noch die Abwehr. Über fünf Jahre bildeten Patrik Kvalvik und Stephan Thünemann den TVE-Innenblock. Sie gehörten stets zu besten Abwehrspielern der jeweiligen Liga. Aktuell verfügt der TVE über keine Abwehrspezialisten. Dieses Manko versucht man nun, durch Tempo nach vorne auszugleichen. Doch auch beim TVE ist die Weisheit bekannt: "Im Angriff gewinnt man Spiele, mit der Abwehr Meisterschaften". Besonders Daniel Kubes, der jahrelang als einer der besten Abwehrspezialisten der Welt galt, dürfte am Seitenrand eins ums andere Mal verzweifeln.


Der neue starke Mann

Hoffnungen, auf eine Verbesserung des Vereins-Umfeldes, ruhen unterdessen auf dem neuen Manager Alexander Müller. Er hat in den vier Wochen viel bewegt. Und seine positive Einstellung steckt an. Müller steht für professionellere Strukturen - und das schlägt sich auch bald in sportlichem Erfolg nieder.