Pfänder muss neues Team formen - Umbruch in Ahlen - dennoch sieht der Trainer sein Team in Favoritenrolle - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Pfänder muss neues Team formen

Umbruch in Ahlen - dennoch sieht der Trainer sein Team in Favoritenrolle

Nachdem es im Frühjahr noch recht düster um die finanzielle Zukunft der Ahlener SG ausgesehen hatte, haben sich die Westfalen zum Start ihrer elften Zweitliga-Saison anscheinend wieder erholt. Einerseits, weil Vorstand und sportliche Leistung rechtzeitig das Ruder herumgerissen haben und einen rigorosen Sparkurs fuhren. Die Sponsoren blieben bei der Stange, gleichzeitig durfte teures Personal wie der frühere Trainer Diethard von Boenigk, und Spieler wie Sascha Bertow, Petr Stochl oder Andrej Siniak von der Lohnliste gestrichen werden. Andererseits ist die Ahlener SG auch deshalb wieder gut im Rennen, weil die Konkurrenz ähnliche Probleme eben nicht so verhältnismäßig stressfrei lösen konnte und nun hinterherhinkt.

Darum kann Trainer Jens Pfänder jetzt wieder ein Ziel klar formulieren: "Oberes Drittel per se, das ist ja klar!"

Der ehrgeizige Trainer sieht auch nicht allzu viel Konkurrenz für seine Münsterländer, dafür aber sehr, sehr starke: Hamm und Emsdetten, das seien die klaren Favoriten auf die ersten Plätze, so der Coach. "Aber ich wünsche mir schon, dass wir das eine oder andere Topteam schlagen können", reibt sich der 49-Jährige vorfreudig die Hände.


Pries die Integrationsfigur

Irgendwo hinter den beiden stärksten Mannschaften siedelt er seine Rotweißen an, "falls wir es schaffen, schnell genug eine Einheit zu formen." Aber auch da hatte die Ahlener SG Glück: Weil Arbeitgeber so schwer zu finden waren, heuerte Abwehrchef und Mittelmann Stefan Pries schließlich für deutlich kleineres Geld erneut in Ahlen an und dürfte als spielerisches "Gesamtpaket" (Pfänder) die Integrationsfigur Nummer eins bleiben. "Wichtig ist, wie gut unser Torwart mit der Liga klar kommt", ist Pfänder zudem gespannt, wie sich Niklas Samuelsson macht, der in Deutschland erstmals mit Brüderchen und Allrounder Gustaf (kam von Liga-Konkurrent Wilhelmshaven) ein Trikot trägt. Dennoch bleibt Pfänder insgesamt bescheiden: Mit den fünf Neuen eine Mannschaft bilden, die Heimschwäche des letzten Jahres überwinden und ab und an mal positiv überraschen - das reicht für´s Erste. Der Rest kommt dann schon von ganz allein, glaubt Jens Pfänder. Man darf also gespannt sein.

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