Empor Rostock wartet auf das Comeback von Tom Wetzel - Vielleicht steht der Rückraumspieler schon am Freitag gegen den HC Erlangen wieder im Kader der Hansestädter - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Empor Rostock wartet auf das Comeback von Tom Wetzel

Vielleicht steht der Rückraumspieler schon am Freitag gegen den HC Erlangen wieder im Kader der Hansestädter

Im Training testet er bereits wieder serienweise die Haltbarkeit der Tornetze - im Spiel ist das bislang aber noch nicht wieder möglich: Tom Wetzel schuftet gut drei Monate nach seinem doppelten Wadenbeinbruch noch immer für die Rückkehr in die Mannschaft des HC Empor Rostock. Nur allzu gern würde der Torjäger, der in der vergangenen Saison 238 Treffer erzielte, sein Comeback im Spitzenspiel gegen den HC Erlangen feiern. "Es wäre schön, wenn ich am Freitag wieder im Kader stehen würde", sagt der 22-Jährige und fügt hinzu: "Und wenn es nur für fünf Minuten in der Abwehr wäre."

Wie der Shooter fiebern alle Empor-Akteure der Partie gegen die Mittelfranken entgegen. Der Verein zieht dafür erneut in die Stadthalle um, wo wahrscheinlich wie schon gegen Leipzig rund 3.500 Fans ihr Team unterstützen werden. Das wird auch bitter nötig sein, denn die zweite Bundesliga präsentiert sich im dritten Jahr der Eingleisigkeit ausgeglichen wie noch nie. Die Abstände zwischen Platz eins und Rang zehn sind auch nach 13 Spieltagen noch minimal. Bislang mischt der HC Empor oben mit, und das soll möglichst lange so bleiben, auch wenn das Wort Aufstieg in dieser Saison tabu ist.


Schnelligkeit und Spielwitz

"Wir wollen am Ende im oberen Tabellendrittel landen - fertig aus!", wiegelt Rechtsaußen René Gruszka jeden Appetit auf mehr ab. Deshalb schaue man nach wie vor nur von Spiel zu Spiel. Damit sind die Rostocker gut beraten, denn es ist auch ohne Aufstiegsdruck erstaunlich, was sie mit ihrem kleinen Kader leisten. Zumal die Gegner in der Regel gefühlte 100 Kilo und einen Meter mehr aufs Feld bringen. Für Gruszka ist das kein Problem: "Wir sind halt keine Hünen, unser Spielsystem ist auf Schnelligkeit und Spielwitz ausgerichtet", sagt er. Und weil der Handball der Ostseestädter so erfrischend schnell und offensiv ist, verzeihen die Fans auch schon mal vier vergebene Siebenmeter wie zuletzt daheim beim 30:30-Unentschieden gegen den TV Bittenfeld.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten: zum Beispiel die zweitschlechteste Defensive der Liga. Auch Gruszka findet, dass "es vielleicht nicht schlecht wäre, wenn wir mal ein paar Gegentore weniger fangen". Hinzu kommt das Problem des fehlenden Linkshänders im Rückraum. Oliver Milde, die Leihgabe von den Füchsen Berlin, fühlt sich auf halbrechts sichtlich unwohl, Florian Zemlin und Robert Becvar wollen dort nicht spielen. Doch einer der beiden Letztgenannten oder Lukas Gamrat werden es demnächst müssen - wenn Tom Wetzel zurückkommt. Der 1,97-Meter-Mann ist nämlich auf der linken Rückraumseite gesetzt.