Saison-Vorschau - Vorfreude auf den Anpfiff - Handball - Handball-M Zweite Liga - Artikel - Handballwoche
Saison-Vorschau

Vorfreude auf den Anpfiff

Die Saisonvorbereitung beim TV Neuhausen ist nach vier intensiven Wochen an der Belastungsspitze angekommen. In weniger als zwei Wochen müssen „Die Jungs“ zum ersten Mal ihr Können im Pokalspiel gegen Bietigheim unter Beweis stellen. Die beiden Neuzugänge Cornelius Maas und Jan-Steffen Redwitz erzählen im Interview, wie sie die bisherige Eingewöhnungsphase erlebt haben und wie sehr sie ihrem ersten Einsatz entgegen fiebern.

Seit dem ersten Training beim TVN sind einige Wochen vergangen. Wie lautet bis dato Ihr Resümee?
Cornelius Maas: Ein unglaublicher Teamgeist lebt in der Mannschaft. Alle haben von Anfang an einem Strang gezogen. Das Training ist sehr anstrengend, jedoch gleichzeitig auch sehr effektiv.
Jan-Steffen Redwitz: Ich denke wir sind auf einem guten Weg, im Training wirft jeder alles in die Waagschale. Das wird sich bezahlt machen. Dazu begeistert es mich auch, wie sich das Team ums Team Mühe gibt den Anforderungen der HBL gerecht zu werden, sich aber in diesen Bereichen auch täglich zu verbessern versucht.

Und wie sieht es mit dem Umfeld in der neuen Heimat aus? Haben Sie sich schon an die schwäbische Umgebung akklimatisiert?
Maas: I han mi scho guad eingläbt. Mit der Sprache klappt‘s erstaunlich gut, da helfen mir wohl meine schwäbischen Wurzeln und auch die Wohnung, in der ich mit meiner Freundin wohne, ist absolut spitze.
Redwitz: Ich liebe diese Region. Sie ist voll mit besonderen Sehenswürdigkeiten, die einen immer daran erinnern, was eigentlich wichtig ist im Leben.

Sie beide sind unter anderem zum TVN gewechselt, weil Sie  viel Potenzial und Ambitionen in dem Verein sehen. Hat sich dies bisher bestätigt?
Maas: Absolut. Der Verein lebt von seinem traditionellen Umfeld, welches von modernen Zügen in den richtigen Bereichen ergänzt wird. Das Ergebnis ist ein gesunder sympathischer Verein.
Redwitz: Der Teamzusammenhalt ist noch stärker als gedacht. Man kann sich immer auf „Die Jungs“ verlassen. Der Verein hat sich selbst eine gute Lage verschafft. Neuhausen kann in der Zukunft ein entscheidendes Qualitätssiegel im Handball werden.

Am 24. August steht mit dem Pokalspiel gegen Bietigheim der erste Höhepunkt für die TVN-Fans an. Seit langem darf dann auch wieder Handball in der Hofbühlhalle gespielt werden. Wie sehr freuen Sie sich  auf diese Partie?
Maas: Ich freue mich schon unfassbar. Ich weiß noch wie ich mit Obernburg in der Halle gespielt habe. Da war damals eine unglaubliche Stimmung. Jetzt ist es unsere Aufgabe jene Stimmung wiederzubeleben und die Halle zum Brodeln zu bringen.
Redwitz: Ich freue mich unglaublich in dieser Hölle zu spielen. Wir – Fans und Team –  müssen von der ersten Sekunde an das Spielgeschehen lenken. Es wird gleich ein Kracherspiel geben.

Die Leistungsdichte in der zweiten Liga wird immer Jahr höher. Was wird für Sie unabdingbar sein, damit „Die Jungs“ am Ende oben mitspielen können?
Maas: Der eben von mir angesprochene Teamgeist wird essentiell sein und uns sicher einige Punkte mehr mitnehmen lassen, als andere Teams. Es geht darum, in schwierigen Momenten im Spiel den Nebenmann zu unterstützen und somit eine Teamleistung abzurufen, welche uns letztendlich zum Sieg führen wird. Gleichzeitig geht es hierbei nicht nur um die Mannschaft. Vielmehr muss auch das Publikum von uns miteinbezogen werden und wir hoffen, dass wir dann von unserem Publikum getragen werden. Ich freue mich darauf, das erste Tor für den TV Neuhausen zu werfen und jubelnd zurückzulaufen.
Redwitz: Die Leistungsdichte ist auf den ersten Blick hoch. Man könnte aber, statt auf einen Topf mit ambitionierten Mannschaften zu schauen, sehen, was wir haben: Eine starke Region mit starken Fans, die bedingungslos hinter dem Team stehen, sowie eine Mannschaft, die den Ansprüchen gerecht werden will. Es wird für keine Mannschaft leicht werden, gegen uns zu punkten.Lisa Knödler