Schwerin staunt über Bestrafung

HBL-Sanktionen werden geprüft

Der SV Post Schwerin e.V. hat die von der unabhängigen Lizensierungskommission der Handball-Bundesliga GmbH (HBL) gegen den Verein verhängten Sanktionen mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. Die Vereinsführung sei vor der Presseerklärung von der HBL weder über deren Ermittlungen gegen den Verein informiert beziehungsweise um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten worden. Bislang wurden weder Präsident noch Handball-Abteilungsleiter offiziell über das Ergebnis in Kenntnis gesetzt.

"Trotzdem nehmen wir die Pressemitteilung ernst und werden die Sanktionen prüfen, sobald sie uns mit Sachverhalt und Begründung schriftlich vorliegen", sagte Vereinspräsident Heiko Grunow am vergangenen Mittwoch. Die Vereinsverantwortlichen betonten, dass der Spielbetrieb in der Nachwuchsabteilung bis zur zweiten Männermannschaft selbst im ungünstigsten Fall nicht betroffen sein wird.


Geldstrafe von 20.000 Euro

Die Lizensierungskommission hatte dem Verein am vergangenen Dienstag die Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb der zweiten Bundesliga für die Saison 2012/2013 entzogen und zusätzlich zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Die Insolvenz hatte im September aber die ausgegliederte Post Schwerin Handball-Bundesliga GmbH angemeldet.