DKB Handball-Bundesliga

Auf der Suche nach sich selbst: Füchse-System passt nicht mehr

Er ist kein Hellseher, aber immer ein Realist: Bob Hanning, der Manager der Füchse Berlin, hatte schon vor einem Jahr prophezeit, dass der rasante Aufstieg der Bundesliga-Handballer aus Berlin nicht ewig anhalten werde. „Man muss doch objektiv bleiben: Es ist normal, dass es irgendwann mal einen Einbruch gibt. Auf dem Level komplett immer weiter zu spielen, ist extrem schwer“, hatte der Handball-Macher in einem Interview erklärt. „Irgendwann wird der Weg auch mal nach unten gehen.“ Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen scheint dieser Zeitpunkt jetzt womöglich gekommen zu sein.

Zwei Jahre galten die Füchse Berlin als das Überraschungsteam der Liga - zweimal Platz drei, zweimal direkte Qualifikation für die Champions League. Die Hauptstädter fühlten sich lange Zeit wohl in ihrer Rolle als Außenseiter. Doch dies ist vorbei. Die Füchse gehören zu den Spitzenteams in Deutschland - keiner unterschätzt mehr die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson. Schon gar nicht die direkte Konkurrenz um die internationalen Startplätze.

Zu denen gehört ganz klar die SG Flensburg-Handewitt, gegen die die Füchse am Sonntag bei der derben 18:29-Pleite ihre erste Saisonniederlage in der Bundesliga kassierten. „Das Spiel ist uns in der zweiten Halbzeit komplett entglitten. Wir haben uns im Positionsangriff zu häufig festgelaufen und einfache Ballverluste produziert“, analysierte Berlin Nationalspieler Sven-Sören Christophersen.

Sieben Treffer erzielte der linke Rückraumschütze - eine ordentliche Quote. Das Problem ist jedoch: Außer Christophersen und Regisseur Bartlomiej Jaszka sorgte kein anderer Berliner für Torgefahr. Vor allem die rechte Rückraumposition bereitet den Füchsen Sorgen. Die Lücke, die Top-Torschütze Alexander Petersson nach seinem Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen hinterlassen hat, können sowohl Mark Bult als auch Konstantin Igropulo nicht schließen. „Einen Alexander Petersson kannst du einfach nicht eins zu eins ersetzen“, hatte Hanning unlängst gesagt. „Mit Igropulo gewinnen wir aber mehr Spielintelligenz.“ Bisher hat der Russe dies allerdings nur selten zeigen können.

Für die Füchse heißt es nun erst einmal Länderspielpause. Gleich vier Berliner stehen im DHB-Aufgebot für die ersten EM-Qualifikationsspiele gegen Montenegro (Donnerstag) und in Israel (Sonntag). „Es ist jetzt ganz gut, dass erst einmal eine kurze Pause da ist. Man hat jetzt andere Aufgaben, die Nationalspieler sind bei ihren Nationalmannschaften und die angeschlagenen Spieler haben die Gelegenheit, sich auszukurieren“, meinte Christophersen. „Im nächsten Heimspiel gilt es, gleich wieder ein Zeichen zu setzen. Wir haben noch fünf gemeinsame Tage vor dem Lemgo-Spiel, die müssen wir dann auch nutzen.“ Sonst droht definitiv eine Krise.

KOMMENTARE

Permata, 13.12.12, 07:12 Uhr
Hehe, du hast mit deinen 89 Bfcchern den Vogel aber wilkcirh abgeschossen. Ich vermute aber, dass wenn es in 5 Jahren mehr »
Pranaditya, 11.12.12, 22:15 Uhr
Verdammt. Ich arbeite mich grad durch die alte Liste durch (sicher gibt es tausdnee, aber ich nahm mir eine und dachte mehr »
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