HSG Wetzlar - DHC Rheinland - 8. Heimspiel, 8. Niederlage - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

8. Heimspiel, 8. Niederlage

Auch das achte Heimspiel endete mit einer Niederlage für den DHC Rheinland - dabei hatten die Dormagener gegen Wetzlar eine hervorragende erste Halbzeit mit einem äußerst starken Vitali Feshchanka hingelegt. Sie verpassten allerdings die durchaus vorhandenen Chancen, deutlicher als mit 14:10 in die Pause zu gehen. "In der ersten Hälfte haben wir katastrophal gespielt", bilanzierte Gäste-Trainer Gen nadi Chalepo, um dann sogleich nach diesem Fazit Lob und Anerkennung auszusprechen für die Leistung seines Teams in den zweiten 30 Minuten. "Uns haben einmal mehr die Rückraumtore gefehlt, Wetzlar hatte sich nach dem Wechsel auf Max Holst eingestellt. Außerdem stand unsere Abwehr nicht mehr so gut", erklärte DHC-Coach Kai Wandschneider und war logischerweise wenig begeistert über den Ausgang des Spiels.

Den ersten Ansturm der Hessen konnte der DHC noch parieren, doch eine Viertelstunde vor Ende war die Aufholjagd erfolgreich - vor allem dank Shooter Alois Mraz, der das 20:20 erzielte. Daniel Valo setzte noch einen drauf, Lars Friedrich schaffte in der 55. Minute den ersten Zwei-Tore-Vorsprung. Als DHC-Rechtsaußen Daniel Wernig ein zweites Mal in der Abwehr den Ball wegfischte und mit seinem Konter zum 24:24 traf, erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Nach dem 24:25 durch Mraz trumpfte Nikolai Weber auf: Er parierte hintereinander gegen Kentin Mahé und Wernig, der anschließend den Pfosten traf. Jens Vortmann hielt gegen den frei zum Wurf kommenden Kari Kristjansson, Kristian Nippes sorgte darauf hin für den erneuten Ausgleich. Doch alle Hoffnung auf das erste heimische Erfolgserlebnis in dieser Saison zerstörte Mraz mit seinem Gewaltwurf elf Sekunden vor Schluss.

Die Erinnerung an den 30. Dezember 2009 wurde wach: Damals gewannen die Dormagener in letzter Sekunde mit 26:25 in Wetzlar.