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DKB Handball-Bundesliga

Abstiegskampf spitzt sich zu – Balingen hat Hoffnung

Fünf Spieltage vor Saisonende sieht es im Kampf um den Klassenerhalt derzeit nach einem Zweikampf um den rettenden 15. Tabellenplatz aus. Während die Aufsteiger aus Emsdetten und Eisenach nach nur einem Jahr den Gang zurück ins Unterhaus wohl nicht mehr abwenden können, liegt der dritte Aufsteiger Bergischer HC derzeit auf dem angesprochenen rettenden Platz 15. Doch der HBW Balingen-Weilstetten hat sich in der vergangenen Woche mit einem Heimsieg gegen Eisenach auf einen Punkt an den BHC herangekämpft und schöpft wieder Hoffnung auf ein weiteres Jahr in der stärksten Liga der Welt. Während die Süddeutschen am Samstag den schweren Gang nach Melsungen vor sich haben, greift der BHC erst am Mittwoch ins Geschehen ein. Dann kommt mit den Rhein-Neckar Löwen der Spitzenreiter in die Unihalle. Genau wie die Löwen sind die weiteren Topteams aus Kiel und Flensburg am Wochenende in der Champions League aktiv und tragen ihre Spiele erst am Mittwoch und Donnerstag aus.


Die Wochenendspiele des 30. Spieltags in der Übersicht:

Sa., 19.00 Uhr – Merkur-Arena, Lübbecke:
TuS N-Lübbecke (8.) – TBV Lemgo (10.)

Wer wird OWL-Meister? Wenn es nach Lemgos Trainer Niels Pfannenschmidt geht, zieht sein Team mit einem Sieg in Nettelstedt am TuS in der Tabelle vorbei. Das Hinspiel in der Lipperlandhalle entschied Lübbecke knapp mit 32:31 für sich, im Pokal siegt der TBV klar und deutlich mit 33:24. „Die Mannschaft ist gut drauf und will das Derby gewinnen. Wir arbeiten im Training konzentriert und setzen auf unser Tempo-Spiel. Die Chancen stehen 50:50. Lübbecke hat durch die hohe Niederlage im DHB Pokal noch eine Rechnung mit uns offen“, glaubt Pfannenschmidt im Vorfeld keinen Favoriten für das Derby ausmachen zu können.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             16 Spiele – 2 Siege, 1 Unentschieden, 13 Niederlagen – 408:452 Tore
Auswärts:      17 Spiele – 5 Siege, 0 Unentschieden, 12 Niederlagen – 445:497 Tore
Gesamt:         33 Spiele – 7 Siege, 1 Unentschieden, 25 Niederlagen – 853:949 Tore
Hinspiel: 32:31 – Letzte Saison: 23:25

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
LÜB:
S – S – N – N – U
TBV: N – N – N – S – S

Es fehlen:
Niemeyer (Rückstand nach Knie-OP), Vukovic (Innenbandteilriss linkes Knie) -

Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin)



Sa., 19.00 Uhr – Rothenbach-Halle, Melsungen:
MT Melsungen (6.) – HBW Balingen-Weilstetten (16.)

Nach dem Heimsieg gegen Eisenach „hat der HBW noch einmal den Fuß in die Tür zum Klassenerhalt bekommen“, wie Trainer Markus Gaugisch feststellte. Für den Coach der „Gallier“ ist klar, dass sein Team auch in der Fremde punkten muss, will man die Liga erhalten. Dass die Trauben in Melsungen hoch hängen, ist nicht nur mit Blick auf die Statistik klar. Ein Sieg bei sieben Auftritten in Nordhessen ist den Schwaben bisher gelungen. Im Hinspiel glückte Balingen zumindest ein Punkt – der würde der Gaugisch-Sieben auch diesmal gut zu Gesicht stehen.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             7 Spiele – 6 Siege, 0 Unentschieden, 1 Niederlage – 216:190 Tore
Auswärts:      8 Spiele – 5 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen – 243:229 Tore
Gesamt:         15 Spiele – 11 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen – 459:419 Tore
Hinspiel: 28:28 – Letzte Saison: 31:29

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
MEL:
N – S – N – S – U
BAL:
N – N – N – N – S

Es fehlen:
Danner (Zerrung im Oberschenkel) – Böhm (Schulter-OP), Häfner (Sprunggelenk, Einsatz fraglich)

Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Hemsbach)



Sa., 19.00 Uhr – RITTAL-Arena, Wetzlar:
HSG Wetzlar (11.) – SC Magdeburg (7.)

Die „Mannschaft der Stunde“ kommt in die RITTAL-Arena. „Magdeburg hat in den vergangenen sechs Ligaspielen 11:1-Punkte geholt und dabei unter anderem ein Remis in Kiel sowie einen überaus deutlichen Heimsieg über Hamburg feiern dürfen. Das zeigt, zu welchen Leistungen der SCM jetzt, nachdem viele verletzte Spieler in den Kader zurückgekehrt sind, in der Lage ist und, dass die Verantwortlichen vor Rundenbeginn mit ihren Europapokal-Ambitionen nicht ganz falsch gelegen haben“, lobte HSG-Coach Kai Wandschneider die Arbeit seines Trainerkollegen Uwe Jungandreas. Doch Wandschneider wirft trotz der Ausfälle von Ivano Balic und Kevin Schmidt keinesfalls schon vorab die Flinte ins Korn: „Viel wird aber auch auf unsere Torhüter ankommen! Wenn sie es schaffen, zwei starke Halbzeiten zu spielen, dann kann das das Fundament für einen weiteren Achtungserfolg sein. Wir haben uns zum Ziel gesetzt für den Club und unsere tollen Fans noch so viele Punkte wie möglich zu sammeln, warum damit nicht schon am Samstag beginnen?“

Die bisherige Bilanz:
Heim:             15 Spiele – 8 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen – 393:394 Tore
Auswärts:      16 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 14 Niederlagen – 376:473 Tore
Gesamt:         31 Spiele – 10 Siege, 2 Unentschieden, 19 Niederlagen – 769:867 Tore
Hinspiel: 28:27 – Letzte Saison: 27:28

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
WET: S – S N S – N
SCM: S – S – U – S – S

Es fehlen:
Balic (Muskelbündelriss), Schmidt (Bänderriss Sprunggelenk) – keiner

Schiedsrichter: Brauer/Holm (Hamburg/Hagen)


Sa., 19.00 Uhr – Emshalle, Emsdetten:
TV Emsdetten (18.) – Füchse Berlin (5.)

Noch drei Heimspiele in Liga eins stehen für den designierten Absteiger TV Emsdetten auf dem Programm. Mit Pokalsieger Füchse Berlin macht ein Hochkaräter seine Aufwartung im Münsterland. Wer noch einmal Iker Romero live erleben möchte, sollte sich ein Ticket für die Emshalle sichern. Das schwächste Heimteam der Liga ist gegen die Hauptstädter einmal mehr krasser Außenseiter. Ob die Berliner auf Linksaußen Fredrik Petersen zurückgreifen können, ist noch unsicher. Der Schwede verletzte sich im Heimspiel gegen den VfL Gummersbach an der Wurfhand.

Die bisherige Bilanz:
Bisher erst eine Begegnung in der DKB HBL.
Hinspiel: 19:34 – Letzte Saison: --:--

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
TVE: N – N – N – N – N
BER: N – S – S – N – S

Es fehlen:
keiner – Christophersen (Knie), Horak (Innenbandriss rechtes Knie), Petersen (Einsatz fraglich)

Schiedsrichter: vom Dorff/vom Dorff (Kaarst)


Sa., 19.00 Uhr – Werner-Aßmann-Halle, Eisenach:
ThSV Eisenach (17.) – FRISCH AUF! Göppingen (12.)

Die Rückkehr ins Oberhaus stand für den ThSV Eisenach wahrlich unter einem unglücklichen Stern. Das Team von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson wurde die gesamte Spielzeit von Verletzungen heimgesucht. Nun hat es auch noch Regisseur Tomas Sklenak erwischt. Der Tscheche zog sich bei einem Einsatz für sein Land einen Kreuzbandriss zu und fällt mehrere Monate aus. „Wir müssen mit dem noch zur Verfügung stehenden Personal auskommen. Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Mit Hannes Jon Jonsson und Mikel Aguirrezabalaga Garcia stehen zwei unterschiedliche Spielertypen für diese Aufgabe zur Verfügung. Hannes Jon Jonsson ist körperlich fit, doch ihm fehlt nach mehrmonatiger Pause die Wettkampfpraxis. Doch wir haben keine anderen Alternativen. Uns fehlt mit Girts Lilienfelds, Daniel Luther und Tomas Sklenak unser kompletter Rückraum der erfolgreichen Vorjahressaison“, umschreibt Eyjolfsson das Dilemma der Thüringer vor der Heimpartie gegen Göppingen.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             3 Spiele – 0 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen – 73:85 Tore
Auswärts:      4 Spiele – 0 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen – 90:109 Tore
Gesamt:         7 Spiele – 0 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen – 163:194 Tore
Hinspiel: 23:35 – Letzte Saison: --:--

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
EIS:
N – N – N – N – N
FAG:
N – S – S – N – U

Es fehlen:
Hansen, Lilienfelds (Probleme nach Armbruch), Luther (Rücken), Sklenak (Kreuzbandriss) – keiner

Schiedsrichter: Behrens/Fasthoff (Neuss)


So., 17.15 Uhr – Schwalbe-Arena, Gummersbach:
VfL Gummersbach (14.) – TSV GWD Minden (13.)

„Showdown gegen Minden“ heißt es auf der Internetseite des VfL Gummersbach. Mit einem Sieg gegen GWD wollen die Oberbergischen dem Klassenerhalt einen gehörigen Schritt näher kommen. „Alle wissen, worum es geht. Alle hängen sich rein und trainieren gut. Wir müssen jetzt einfach unsere Nerven bewahren, versuchen locker zu bleiben und auf den Punkt hin agieren“, so VfL-Trainer Emir Kurtagic und ergänzt: „Wir werden in Abwehr und Angriff klug und konzentriert agieren müssen, dann bleiben die Punkte bei uns.“ Die einen Punkt besser positionierten Mindener beklagen mit Sören Südmeier einen weiteren Verletzten. Der Mittelmann zog sich im Heimspiel gegen Melsungen einen Kreuzbandriss zu. Nach Christoph Steinert bereits der zweite Akteur, für den die Saison gelaufen ist. Trainer Goran Perkovac hat im Vorfeld angedeutet, wie er den Ausfall von Südmeier kompensieren will: „Yves Kunkel hat auf dieser Position bei seinem Vorgängerverein gespielt. Aber auch Anders Oechsler, Moritz Schäpsmeier oder Florian Freitag sind mögliche Varianten.“

Die bisherige Bilanz:
Heim:             35 Spiele – 28 Siege, 4 Unentschieden, 3 Niederlagen – 874:686 Tore
Auswärts:      36 Spiele – 17 Siege, 6 Unentschieden, 13 Niederlagen – 755:731 Tore
Gesamt:         71 Spiele – 45 Siege, 10 Unentschieden, 16 Niederlagen – 1629:1417 Tore
Hinspiel: 24:27 – Letzte Saison: 25:25

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
GUM: N – N – S – N – N
GWD:
N – N – S – N – U

Es fehlen:
Gaubatz (Kreuzbandriss) – Mrvaljevic (Knieprobleme), Südmeier (Kreuzbandriss), Steinert (Innenbandriss linkes Knie)

Schiedsrichter: Fleisch/Rieber (Ostfildern/Nürtingen)


Ausführliche Spiel- und Hintergrundberichte und alle Statistiken zum 30. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga finden Sie am Dienstag, 29. April in der kommenden Ausgabe (Nr. 18) der HANDBALLWOCHE.