THW Kiel - Jerome Fernandez - Als Onesta-Nachfolger im Gespräch - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Jerome Fernandez

Als Onesta-Nachfolger im Gespräch

Am 4. Juni beschließt der THW Kiel mit dem Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke die Saison. Der 4. Juni, davon geht Jerome Fernandez aus, wird sein letzter Arbeitstag beim Handballmeister sein. Der Franzose, im September kurzfristig als Ersatz für die verletzten Kim Andersson und Daniel Narcisse von Ciudad Real verpflichtet, weiß es, ohne darüber mit Alfred Gislason gesprochen zu haben.

Nein, sagt Fernandez, er hätte auch nicht vor, den Trainer zu fragen, ob er für die kommende Saison mit ihm planen würde. "Das brauche ich nicht", sagt der Kapitän der französischen Nationalmannschaft. "Ich erlebe ja, wie er mich einsetzt. Ich spiele nie von Beginn an, und wenn er mich bringt, dann nur, weil es wirklich nötig ist." Der 317-malige Nationalspieler betont aber, mit dieser Rolle keine Probleme zu haben. Es ist die, die ihm zugedacht worden war. "Ich wusste, worauf ich mich einlasse und bin sehr glücklich hier."

Hätte er die Wahl, würde er noch zwei Jahre bleiben. Andererseits sei die Situation für Mitglieder der französischen Nationalmannschaft derzeit so rosig wie nie. "Anfang der 90er-Jahre hat sich niemand für uns interessiert, jetzt sind wir mit Abstand das populärste Team im Land." Fernandez, seit Herbst 2008 Kapitän und mit 1254 Toren der erfolgreichste Schütze Frankreichs, will dabei sein, wenn der Handball die nächste Stufe nimmt.

Angeblich wurde ihm bereits das Amt des Nationaltrainers angeboten. Claude Onesta, so ist zu hören, wünscht sich für seine Verdienste einen Karriereschritt innerhalb des Verbandes. Damit die funktionierende Symbiose zwischen ihm und der Mannschaft, die zuletzt vier große Turniere in Folge gewonnen hat, nicht durch einen Dritten zerrissen wird, soll Fernandez sein Nachfolger werden. Gemeinsam mit Didier Dinart, der angeblich nach der WM 2013 in Spanien seine Karriere in der "Equipe Tricolore" beenden will.

Außerdem sollen ihm Dünkirchen und einer seiner Ex-Vereine, Toulouse Union HB, den Managerposten angeboten haben. Der zweimalige Weltmeister, der am Montag seinen 35. Geburtstag feiert, will sich zu keinem Angebot äußern. "Am wichtigsten ist mir, dass meine Familie zufrieden ist." Deshalb würde Ehefrau Stephanie das letzte Wort haben. "Es stimmt", sagt die 34-Jährige, die auf Korsika geboren wurde, "aber ich entscheide so, dass es für ihn am besten ist."

Klar ist nur, dass nach neun Jahren des Nomadenlebens in Barcelona, Ciudad Real und Kiel nun ein Ort ausgewählt wird, an dem sie Wurzeln schlagen werden. Klar ist auch, dass Fernandez, der einen spanischen Großvater hat, dem Handball erhalten bleiben will. Sicher, er hätte auch gerne Tennis, Tischtennis oder Fußball gespielt. Aber mit Handball sei er aufgewachsen. Seine Mutter Brigitte spielte einst in der 2. Liga, Vater Jacques probierte sich als 18-Jähriger im Tor eines Viertligisten. Nachdem er zweimal den Ball unfreiwillig und schmerzhaft mit dem Kopf pariert hatte, entschied er sich, Mittelmann zu werden. Einer, der mit beiden Händen Bälle verteilen kann. Auch die Brüder (23/20) sind dem Handball treu geblieben.

Bevor Fernandez, am Sonntag beim 43:27-Sieg gegen Celje mit acht Toren erfolgreichster THW-Schütze, seine Europa-Tournee beendet, will er, der sechsmal Meister in Frankreich und Spanien wurde, noch Titel mit dem THW Kiel gewinnen. "Das Final Four soll ein großes Event sein. Das würde ich gerne erleben." Um die Endrunde um den DHB-Pokal (7./8. Mai) in Hamburg zu erreichen, muss der THW aber das Viertelfinale bei den Füchsen Berlin (20.15 Uhr/Sport1) gewinnen. Fernandez ist zuversichtlich: "Das schaffen wir."

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