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Exklusiv-Interview

Andreas Michelmann: Meine große Bilanz

Ein Jahr im Amt: DHB-Präsident Andreas Michelmann zieht in der neuen Ausgabe der HANDBALLWOCHE eine große Bilanz. Positiv bewertet der 57-Jährige darin die sportliche  und wirtschaftliche Entwicklung des Mitglieder stärksten Handballverbandes der Welt. „Wichtig ist, dass es uns gelungen ist, den Handballsport wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Dazu gehören natürlich weitere Diskussionen in der Sache, aber auch das Zurückstellen persönlicher Eitelkeiten. Dies war auch Teil unseres sportlichen Erfolgs. Natürlich sind wir sehr stolz auf den Europameistertitel und die Bronzemedaille der Männer-Nationalmannschaft“, sagt Michelmann in der heute erschienenen HANDBALLWOCHE Nr. 42.

Bis September 2017 wird der Mann, der parallel auch Oberbürgermeister der Stadt Aschersleben ist, den Deutschen Handballbund (DHB) noch anführen. Ob Michelmann danach weiter als Präsident zur Verfügung steht, ließ er im Interview mit der HANDBALLWOCHE offen: „Es war klar, dass es dafür zunächst um die Zeit bis zum Jahr 2017 geht. Jetzt ist wichtig, dass wir gemeinsam mit den Landes- und Ligaverbänden erfolgreich die Weichen für die erfolgreiche Entwicklung des deutschen Handballs bis zum Jahr 2020 und darüber hinaus stellen; da eine erfolgreiche Kandidatur abhängig von der Unterstützung der Landes- und Ligaverbände ist, bitte ich um Verständnis, dass ich mich dazu diesen gegenüber zuerst äußern werde.“

Wenig optimistisch zeigt sich Michelmann hingegen die Fernsehverträge für die Weltmeisterschaften 2017 und 2019 betreffend. Den deutschen Handball-Fans droht weiter ein Blackout – bisher haben der Weltverband IHF, der Rechteinhaber beIN-Sports und die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF noch keine Einigung erzielen können. „Nach dem ersten Treffen im März war ich sehr optimistisch, dass wir sowohl die Handball-Weltmeisterschaft der Männer als auch die der Frauen im öffentlich rechtlichen Fernsehen sehen werden“, sagt Michelmann im Gespräch mit der HW, „in der Folgezeit gab es weitere Verhandlungen, die insgesamt eher schwierig waren. Ich hoffe, dass wir im Januar  die Weltmeisterschaft der Männer  und im Dezember  die Weltmeisterschaft der Frauen im eigenen Lande im frei empfangbaren TV zu sehen bekommen.  ARD und ZDF haben uns versprochen, alles dafür zu tun.“ Michelmann weiter: „Mit der Vergabe der TV-Rechte an „beIN-Sports“ für rund 100 Millionen Schweizer Franken hat die IHF finanziell ein gutes Geschäft gemacht. Handball-Deutschland hat sozusagen den  Kollateralschaden, an dessen Behebung – dass muss auch gesagt werden – der IHF-Präsident, Dr. Hassan Moustafa, nach Kräften arbeitet.“

Lesen Sie das komplette Interview mit DHB-Präsident Andreas Michelmann in der neuen HANDBALLWOCHE Nr. 42.