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Auf der Suche nach einem Ersatz für den "Ersatz"

>Reden ist Silber, schweigen ist Gold. Dieses Motto scheint man sich auch bei der HSG angeeignet zu haben. Wer in den Tagen vor der Melsungen-Partie die Spieler mit Fragen konfrontierte, bekam unisono eine standardisierte Antwort zu hören: "Auskunft erteilen der Trainer und das Management!" Doch weder Coach Goran Suton noch Manager Frank Flatten wollten von einem "Maulkorb" etwas wissen. Man sei lediglich bemüht, Ruhe ins nervöse Umfeld zu bekommen. Der Abstiegskampf einhergehend mit der zweiten Hiobsbotschaft von der Spielerfront binnen drei Wochen scheint die Nerven freigelegt zu haben. Einerseits verständlich, schließlich war der Super-Gau perfekt, als sich Neuzugang Jan Henrik Behrends in Großwallstadt nach nur sechs Minuten in seinem dritten Spiel wie Vorgänger Andrej Kurchev ebenfalls das Kreuzband riss. Während der ehemalige Nationalspieler inzwischen erfolgreich operiert wurde, ist man bei der HSG schon wieder auf der Suche nach Ersatz für den "Ersatz". In den kommenden Tagen soll ein Kandidat aus dem Ausland zum Probetraining eingeladen werden. Indes wurde mit dem Leichlinger TV ein Doppelspielrecht für Nikola Kedzo vereinbart. Um mit Abwehrchef Max Ramota den Vertrag bis zum Saisonende zu verlängern, wurde zudem Valdas Novickis - in der Aufstiegssaison mit 129 Feldtoren zweitbester Schütze hinter Andrej Kurchev - an den Süd-Zweitligisten abgegeben. "Ich sage dazu lieber nichts", kommentierte der Litauer den Wechsel und ließ stattdessen Taten sprechen. Bei seinem Debüt erzielte er zehn Tore. Fast halb so viele, wie die gesamte HSG-Offensive gegen Melsungen. hsg düsseldorf