TuS N-Lübbecke gewinnt Merkur-Spielothek-Cup - Baur-Team in beachtlicher Frühform - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
TuS N-Lübbecke gewinnt Merkur-Spielothek-Cup

Baur-Team in beachtlicher Frühform

Der TuS N-Lübbecke hat die 25. Auflage des Merkur-Spielothek-Cups gewonnen. Im Endspiel des ältesten und traditionsreichsten Vorbereitungsturniers für Bundesligamannschaften setzten sich die Nettelstedter gegen den Lokalrivalen GWD Minden mit 35:31 (18:12) durch. Erfolgreichste Werfer waren Tomasz Tluczynki (10/5) für den TuS und Nenad Bilbija für GWD, der neunmal traf. Zuvor hatte  der VfL Gummersbach im Spiel um Platz drei locker und leicht mit 33:16 (16:8) gegen RK Celje gewonnen.

Der TuS N-Lübbecke ist mit nunmehr sieben Siegen beim Merkur Spielothek-Cup Rekordsieger des Turniers.TuS-Coach Markus Baur musste sich um die Aufstellung seines Rückraums keine Gedanken machen: Mit Daniel und Kristian Svensson sowie Stephan Just fielen verletzungsbedingt drei Lübbecker Rückraumspieler aus, sodass Arne Niemeyer, Drago Vukovic und Malte Schröder durchspielen mussten. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein schnelles und gefälliges Spiel, das der TuS dominierte. Gegen die gekonnten Kreisanspiele vor allem von Drago Vukovic  fand die Mindener Abwehr kein Mittel. Frank Løke vollstreckte sicher und kam im ersten Spielabschnitt zu fünf Torerfolgen. Bereits in der 13. Minute hatte sich der TuS auf 10:5 abgesetzt; auch weil der in dieser Phase konzentrierten Abwehr immer wieder Ballgewinne gelangen, die dann von Nicky Verjans per Gegenstoß in Tore umgemünzt wurden. Mit zunehmender Spieldauer entwickelte  Drago Vukovic  immer größeren Drang zum Tor und überwand die Mindener Schlussleute mit platzierten Würfen von allen drei Rückraumpositionen. Nach 24 Minuten stand ein 17:10 auf den nagelneuen Anzeigentafeln der Merkur-Arena. Bis zum Halbzeitpfiff beim Stand von 18:12 konnte GWD den Rückstand ein wenig verringern.

Nach dem Seitenwechsel ließ Markus Baur etwa 20 Minuten lang im Angriff ein 4:2-System spielen: Neben Frank Løke spielte jetzt auch Matthias Gustafsson am Kreis, Nicky Verjans bekam eine Pause. Nach dem 25:18 (39.) schaltete der TuS einen Gang zurück und zollte den Strapazen der Vorbereitung und der überschaubaren Wechselmöglichkeiten Tribut. GWD kam auf, vor allem Dalibor Doder und Nenad Bilbija kamen jetzt zu erfolgreichen Abschlüssen. Der 2,08m-Hüne Bilbija spielte seinen Größenvorteil aus und traf aus dem linken Rückraum beinahe nach Belieben. Da dem TuS im Angriff nun einige technische Fehler unterliefen, verkürzte Minden auf 26:23 und hatte sogar die Möglichkeit, auf zwei Tore heranzukommen. Doch Dario Quenstedt parierte einen Strafwurf von Gerrit Bartsch. Vukovic traf im Gegenzug zum 27:23. Danach verwaltete der TuS den Vorsprung, bei beiden Mannschaften war erkennbar die Luft raus.

Am Ende stand ein ungefährdeter und verdienter 35:31-Erfolg für den TuS zu Buche; nach einem Spiel, an dem die etwa 1.200 Zuschauer deutlich hörbar ihre Freude hatten. „Ich freue mich natürlich, dass wir das Jubiläumsturnier gewonnen haben“, lachte Teammanager Zlatko Feric nach dem Spiel. „Die Fans haben einen guten Eindruck von uns bekommen.  Die Mannschaft hat, auch wenn sie am Ende etwas müde war, gezeigt, was in ihr steckt.“

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke – GWD Minden 35:31 (18:12)  TuS N-Lübbecke:  Blazicko (5/1 Paraden), Quenstedt (ab 31. – 6/1 P.); Verjans (4), Gustafsson, Løke (6), Vukovic (8), Siodmiak, Schröder (2), Tluczynski (10/5), Niemeyer (4), Remer (1)   GWD Minden: Persson (3 Paraden), Vortmann (ab 31. – 3 P.); Andersson (1), Fuchs (1), Bartsch (1/1), Auerswald, Steinert, Schmidt (5/1), Svitlica (4), Doder (8), Klesniks (2), Bilbija (9)   Schiedsrichter: Pawel Fratczak und Paulo Ribiero   Zuschauer: 1.200 (geschätzt)   Siebenmeter: 5/5 – 5/3 Blazicko hält gegen Schmidt, Quenstedt gegen Bartsch   Strafminuten: 6:10 -  Niemeyer, Remer, Gustafsson – Andersson (2), Bilbija, Vortmann, Auerswald

 

Am Rande: Torschützenkönig des 25. Merkur Spielothek-Cups wurde Tomasz Tluczynski mit 15 Toren. Nach Oleg Gagin (1992), Zoran Mikulic (1998), Harry Johnsen (2001) ist er erst der vierte TuS-Spieler, dem diese Ehre zuteil geworden ist.