SG Flensburg-Handewitt - Begeisterung bei Per Carlén - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Begeisterung bei Per Carlén

Per Carlén strahlte. "Das ist Rekord - nur acht Gegentore in einer Halbzeit, einfach Weltklasse", überschlug sich der Coach vor Begeisterung nach dem 28:19 (11:11)-Heimsieg der SG Flensburg-Handewitt gegen den TuS N-Lübbecke. "Immer wieder sucht unsere Deckung den Kontakt, 60 Minuten lang. Am Ende steht sie wie eine Mauer; denn wir können die Intensität beibehalten, während der Gegner müde wird." Die Euphorie des Trainers stützte sich auf zwei nackte Zahlen. Im Oktober, als die SG in Lübbecke die bitterste Niederlage der Saison kassierte, hatte die 6:0-Abwehr einen rabenschwarzen Tag erwischt. 31 Gegentore bei einem Aufsteiger - Per Carlén konnte danach zwei Nächte nicht richtig schlafen. Diesmal landete der Ball nur 19 Mal im eigenen Kasten, obwohl SG-Schlussmann Dan Beutler keine überragende Leistung bot. Die "Helden des Tages" standen vor ihm. Tobias Karlsson und Jacob Heinl hatten die 6:0-Deckung bestens organisiert. "Wir arbeiten jeden Tag an unserer Taktik", so Carlén. "Und ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft jeden Tag mehr versteht." Lübbecke kapitulierte schon früh. "So gut wie die erste Hälfte war, so schlecht war unsere zweite", gab TuS-Trainer Liljestrand klein bei. "Zunächst haben wir den Ball langsam laufen lassen. Später konnten wir das nicht mehr spielen." Denn der "Flensburger Riegel" stand und lauerte auf Fehler.