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Paukenschlag

Berlin schlägt Kiel und ist Erster

Erster Sieg, erster Platz, erster Paukenschlag: Die Füchse mischen die Liga auf. Durch ihrem Premieren-Erfolg mit 26:23 (14:11) gegen den Abonnement-Meister THW Kiel haben sich die Berliner zum ersten Mal an die Spitze der Handball-Bundesliga gesetzt.

Nach dem Erfolg gegen den Champions-League-Sieger ist der Hauptstadt-Club allein noch ohne Punktverlust. Zwei Minuszähler dahinter rangiert die hochgehandelte Konkurrenz mit Kiel, der SG Flensburg-Handewitt, dem HSV Hamburg und den Rhein-Neckar Löwen.

Im Spiel der Spiele der noch jungen Bundesliga-Saison konnte auch Kiels neuer Star Jerome Fernandez die Pleite nicht verhindern. Beim Stand von 9:12 kam Frankreichs Auswahl-Kapitän nach 22:40 Minuten aufs Parkett, kam zu Kurzeinsätzen, konnte aber keine entscheidenden Impulse setzen. Auch, weil er bislang lediglich zwei Trainings mit der Mannschaft bestritten hat und eher als Faustpfand für die Zukunft gilt. «Er hat den Eindruck, als wenn er schon länger dabei ist. Er wird uns noch mehr Breite geben», meinte Trainer Alfred Gislason über das Rückraum-Ass, das vom spanischen Top-Club Ciudad Real kam. «Er ist ein kompletter Handballer. Seine Verpflichtung war für uns alternativlos», sagte THW-Manager Uli Derad.

Doch angeführt vom überragenden Nationaltorhüter Silvio Heinevetter kämpften die Füchse des Kieler Star-Ensemble nieder, in dem allein Filip Jicha als (12/2) Torschütze überzeugte. Im Vorjahr noch hatten die Kieler in der Max-Schmeling-Halle mit 40:23 gewonnen. Diesmal lag der Titelverteidiger maximal mit einem Tor in Front, zuletzt beim 19:18 (46.). Doch mit Leidenschaft warfen die Berliner sich wieder in Front und feierten anschließend ausgelassen. «Es war brutal anstrengend. Das Jubeln strengt am meisten an. Wir standen gut in der Abwehr. Es war kämpferisch eine super Leistung von uns», sagte Heinevetter.

Die Rhein-Neckar Löwen unterdessen haben nach der 29:33-Niederlage beim SC Magdeburg eine Trotzreaktion gezeigt. Die Mannheimer gewannen dank einer herausragenden zweiten Halbzeit mit 33:27 (13:13) bei der HSG Wetzlar. Die SG Flensburg-Handewitt feierte mit dem 34:25 (16:10)-Heimerfolg gegen den TuS N-Lübbecke den fünften Sieg im sechsten Spiel und setzte sich damit in der Spitzengruppe fest.

Meisterlich spielte Titelaspirant Rhein-Neckar Löwen nur in der zweiten Hälfte. «Nach der Niederlage in Magdeburg konnte man zunächst einige Unsicherheiten spüren, besonders im Angriff», analysierte Trainer Ola Lindgren und stellte fest: «Der Sieg war das Wichtigste heute - und den haben wir geholt.»

Aussetzer scheint die SG Flensburg-Handewitt vor dem Start in die Champions-League am Mittwoch gegen Ciudad Real nicht zu kennen. Vielmehr kann sich der Vorjahresdritte auf die gute Form von Torhüter Dan Beutler verlassen. «Wir haben das Torwartduell heute klar verloren», sagte Arne Niemeyer nach der herben Pleite seines TuS. Bis auf die Heimniederlage gegen Magdeburg liegt der Champions- League-Teilnehmer in der Bundesliga im Soll.

 

KOMMENTARE

sander, 21.09.10, 09:00 Uhr
Trotz der Niederlage wird Kiel ungefährdet Deutscher Meister, aber der THW hat sich seit dem Weggang von Lövgren mehr »
Eric, 20.09.10, 13:47 Uhr
Bravo, Füchse, so hält man die Liga spannend und holt den THW erstmal von Wolke 7. Heinevetter ist zwar sicher nicht mehr »
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